Medebacher ziehen positive Jahresbilanz

AGHM feilt an Projekten – unter anderem an Geschichtsportal

Ein Geschichtserlebnisportal im Foyer des Städtischen Museums bedeute auch eine Stärkung der touristischen Attraktivität der Hansestadt, hieß es in der Sitzung.
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Ein Geschichtserlebnisportal im Foyer des Städtischen Museums bedeute auch eine Stärkung der touristischen Attraktivität der Hansestadt, hieß es in der Sitzung.

Medebach. Auf der jüngsten Sitzung der AG der Heimatvereine in Medebach (AGHM) im Kulturspeicher der „Pastoren Scheune“ Düdinghausen unter Leitung von AGHM-Sprecher Horst Frese zogen Vertreter der Heimatvereine eine positive Jahresbilanz. Wichtigstes Ereignis war die Fertigstellung des von der AGHM initiierten und gemeinsam mit dem HGV getragenen Medebacher Geschichtsweges.

Dieser 20 Kilometer lange Rundweg wird mit seinen 15 Geschichtsstationen eine der Säulen des geplanten Geschichtserlebnisparks Medebach bilden. Durch die Entwicklung von schulischen Materialheften zu Stationen des Geschichtsweges wurde die Zusammenarbeit mit Medebacher Schulen eingeleitet. Sie führte zu einer Projektwoche der Hanse-Grundschule Medebach und zu acht Projekthalbtagen der Verbundschule Medebach/Hallenberg. Weit über 20 Lernorte wurden dabei besucht.

In einer Reihe von Orten im Stadtgebiet gab es erfreuliche Bewegung, so die AGHM – so in der Kernstadt Medebach die Einführung von Stadtgeschichtsführungen und die Erweiterung der populären Kleinbahn-Ausstellung und in Referinghausen die Einrichtung einer historischen Kleinbahn-Station. In Deifeld/Wissinghausen wurden Sicherungsarbeiten an der Kapelle ausgeführt. Oberschledorn weihte das KUMA mit der Ausstellung über die Kirchenmalerfamilie Bergenthal ein.

In Küstelberg ist man dabei, den Luna-Park mit historischer Prägung zu versehen. Und in Düdinghausen erhielt die Dreggestobe drei Tafeln zur Drechslerdorfgeschichte. Zudem wurde zum Geologischen Rundweg ein Unterrichtskonzept entwickelt.

Leader-Projekt vorantreiben

Hauptziel der Sitzung war es, die Planungen zum Leader-Projekt „Portal Geschichtserlebnispark“ voranzutreiben. Die Teilnehmer beschlossen, dass die geplante gästefreundliche Übersicht sowohl kultur- als auch erdgeschichtliche Erlebnisangebote aus dem Stadtgebiet und seiner näheren Umgebung enthalten soll. Auch die Naturthemenwege des europäischen Vogelschutzgebietes sollen mit hineingenommen werden. Diese Angebote sollen verknüpft werden mit Einkehrangeboten und mit ÖPVN-Infos (Haltestellen, Fahrpläne usw.).

Ideenreich entwickelte sich die Diskussion zur Präsentationstechnik. In der Planung sind ein interaktiver Monitor und eventuell ein 3-D-Stadtmodell. Hier gelte es, innovative Präsentationstechniken kennenzulernen und die für die inhaltlichen Ansprüche passgenaueste Technik auszuwählen.

Sie soll auch die Übertragung der Erlebnisangebote zu Einrichtungen in den Orten ermöglichen. Hierzu wurde eine Projektgruppe unter Leitung von Christoph Hammerschmidt eingerichtet.

Horst Frese resümierte: „Wir sind heute unserem Ziel ein Stück näher gekommen, das Projekt so zu entwickeln, dass es beim Leader-Programm eingereicht werden kann.“

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