„Du Seele, lass dich sanft berühren“ nun erhältlich

Medelonerin veröffentlicht ihren ersten Lyrikband

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Angelika Werth gönnt sich und ihren Lesern mit ihren Gedichten Augenblicke der Ruhe.

Medelon. Ein Blatt Papier, einen Stift, ein wenig klassische Musik im Hintergrund, sonst absolute Ruhe – das sind die Zutaten, die Angelika Werth zum Verfassen ihrer Gedichte braucht. Und, natürlich nicht zu vergessen: Die Gabe, ihre Gefühle auf Papier zu bringen. Nun hat die Medelonerin ihren ersten Lyrikband „Du Seele, lass dich sanft berühren“ veröffentlicht.

Genau 51 Gedichte umfasst das Werk und beschäftigt sich unter anderem mit der Natur (wie „Lockruf des Frühlings“) und dem Abschied (wie „Abschiedsklänge“), mit der Heimat (wie „Kostbare Heimat“) und Tieren (wie „Meine treue Hündin“). Dabei gibt Angelika Werth eine Menge von sich selbst, von ihrer Seele, preis. Das ist für sie zwar nicht einfach, „doch ist es schön, mit dem Buch anderen einen Augenblick der Ruhe, des Innehaltens, zu geben“, erklärt Angelika Werth. Und weiter: „Ich möchte eine kurze Atempause schaffen, in der die Leser über das irdische Sein nachhallend nachdenken mögen.“

Ihre Inspiration zieht Angelika Werth aus den Momenten des Alltags, wie dem Licht am frühen Morgen, dem Lauf der Orke, die vor ihrem Haus fließt, oder dem Schein einer Kerze. Jedes Gedicht, so sagt die Autorin, habe eine Vergangenheit; sie selbst merke, wie ihre Seele mit dem Schreiben freier wird. „Es tut einfach gut, sich in etwas hineinzuversetzen und zu -versinken.“

„Schreiben gibt mir Ruhe“

Das hat sie schon mit zehn Jahren bemerkt, als sie in ihrem Geburtsort Schwelm anfing, Gedichte zu schreiben. Nun, nach einem langen Arbeitsleben, findet sie die Muße, sich oft stundenlang in ihre Gedichte zu versenken, sie wegzulegen, um später an ihnen weiterzuarbeiten. „Das gibt mir Ruhe, ich schreibe mir viel von der Seele.“ In erster Linie schreibt die Autorin also für sich selbst; der ausschlaggebende Punkt ein Buch zu veröffentlichen, war der Kontakt mit der Christine-Koch-Gesellschaft. Dieser ist zustande gekommen durch ihr Gedicht „Der Schwalbe Rückkehr“. Seitdem pflegt sie den Kontakt zu Gleichgesinnten.

Erster Hörer ihrer Werke aber ist Ehemann Paul – mit seiner Hilfe verpasst sie ihren Gedichten den letzten Feinschliff, bespricht Überschriften und bisweilen werden sogar Änderungen in den Gedichten zugelassen, wenn auch schweren Herzens. „Kritik kann ich nicht so gut vertragen“, sagt Angelika Werth mit einem Schmunzeln. „Aber wenn die Einsicht kommt, merke ich, dass mein Mann recht hat.“ Seine Meinung beanspruchen wird die Medelonerin sicher auch bei ihren nächsten Werken, bei Kurzgeschichten und Fabeln – doch ihr Herz gehört der Lyrik, in der Angelika Werth den Lesern eine Auszeit vom Alltag gönnt. Denn, so Angelika Werth: „Lassen Sie uns dankbar sein für den kurzen Wimpernschlag eines jeglichen Lebens hier auf Erden.“

Erhältlich ist der Lyrikband „Du Seele, lass sich sanft berühren“ für 15,50 Euro in der Bücherei Schreiber in Korbach und bei Elektro Lefarth in Medelon. Übrigens: Am Samstag, 28. November, liest Angelika Werth im Rosencafé in Bruchhausen aus ihrem Werk vor.

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