„Wir sind megazufrieden“

Bürger aus Referinghausen freuen sich über tolles Dorfubiläum

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Mit vielen liebevollen Details organisierten die Bürger Referinghausens das Jubiläum

Referinghausen - Die Verbindung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hatten sich die Bürger Referinghausens für die große Jubiläumsfeier auf die Fahne geschrieben und dieses Ziel mit vielen liebevollen Details erreicht. Drei Tage lang feierten sie „750 Jahre Referinghausen“ – mit jeder Menge Besuchern.

„Megazufrieden“ ist Ortsvorsteher Reinhard Figgen mit dem Verlauf des Jubiläums. „Die Mühe hat sich gelohnt und die vielen Leute haben sie mit ihrem Besuch honoriert“, freute er sich im Gespräch mit dem Kurier. „Bunt, vielseitig und fröhlich sollte unser Fest werden – und genauso ist es geworden. Das gesamte Dorf hat mitgezogen. Ich bin richtig stolz darauf, was wir alle auf die Beine gestellt haben.“ 

Am ersten Festtag, dem Himmelfahrtstag, gaben Staatssekretär a.D. Karl Peter Brendel, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, sowie Reinhard Figgen den Startschuss für die Homepage www.digitale-heimatstube-referinghausen.de – mit Bildern, Filmen, Klängen und Geschichten aus 100 Jahren Dorfgeschichte. Ein interaktives Dorfarchiv, um das sich Jugendliche aus dem Dorf federführend gekümmert haben. Nach der Eröffnung am Donnerstag sowie am Samstag zeigten die Bürger Referinghausens ihren Ort einmal von einer anderen Seite: Beim Stehenden Festzug reisten sie mit den Besuchern in vergangene Zeiten. Ob alle Gäste zuvor wohl schon mit Waschfrauen gesprochen oder eine Alte Poststelle, Schusterstube, Schule oder Dorfschmiede besucht hatten? Das eigens für das Jubiläum von einer Bürgerin Referinghausens aufgearbeitete Stück „Der Blutzehnteprozess“, aufgeführt von der Theatergruppe Medebach, Musik der Spielleute Federschrey, der Eisenberg-Musikanten, der Schlossberg-Rebellen, auf der Mundharmonika oder Blasmusik, Bogenschießen, Heuernte im Wandel der Zeit, Zimmermannskunst, der Tanz der Löwen (und und und) machten das Bild rund. 

"Der Erlös wird für dörfliche Projekte genutzt"

Ein Hingucker war auch die Strohtherme: „Sie hat eine tolle Atmosphäre geschaffen“, so Figgen – und über die im Bau befindliche Fernwärmeversorgung des Ortes informiert. Der Freitag indes gehörte der Musik: Drei Musikwelten – belgische Blasmusik, Rock und ein Soundtrack zum Abfeiern – begeisterten bei ‘Krach am Bach’ in der Dorfmitte. „Alle Musiker haben gezündet“, resümiert Figgen. „Bei den ‘Draufgängern’ (u.a. Cordula Grün) zum Schluss konnte die Stimmung nicht besser sein. Sie haben sich später mit Videos bei Instagram und Facebook beim Publikum bedankt.“ 

Ebenfalls gut aufgelegt waren NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach, der stellvertretende Landrat der HSK, Michael Schult, und Bürgermeister Thomas Grosche bei ihren Festansprachen beim Festakt am Samstag, denen sich die Eröffnung der Milchwoche mit Wilhelm Brüggemeier und Hans Stöcker, Vorsitzende der Landesvereinigung Milch NRW, anschloss. 

„Das Jubiläum ist sehr, sehr gut verlaufen“, zieht Reinhard Figgen sein Fazit. „Zudem wurde die Dorfkasse durch viele Bausteine aufpoliert – ob vom Verkauf der Überraschungspakete, Cocktails oder Kuchen, der schnell ausverkauft war und nachgebacken werden musste.“ Verwendet wird der Erlös für dörfliche Projekte – und vielleicht auch für das kommende Dorffest.

Referinghausen feiert 750-jähriges Jubiläum

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