"Bitte bleiben Sie gesund!"

Bürgermeister Thomas Grosche richtet Worte an Medebacher

Medebachs Bürgermeister Thomas Grosche.

Medebach - Medebachs Bürgermeister Thomas Grosche richtet Worte an an die Bürger der Hansestadt:

"Insbesondere die vergangene Woche hat gezeigt, welche enormen Auswirkungen die Corona-Pandemie auf unser tägliches Zusammenleben hat. Wir haben fast stündlich neue Erlasslagen des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten, die wir als örtliche Ordnungsbehörde umsetzen mussten. Zudem stehen wir in ständigem Austausch mit dem Krisenstab und dem Gesundheitsamt beim Hochsauerlandkreis, welche grundsätzlich Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Corona-Pandemie sind. Das Team im Rathaus und ich als Behördenleiter sind im ständigen Einsatz, um die Situation bestmöglich zu koordinieren. So haben wir z.B. einen Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) gebildet, der sich in kurzen Abständen trifft und wo entschieden wird, wie auf neue aktuelle Situationen reagiert werden muss. Neben Fachleuten aus dem Rathaus gehören diesem Krisenstab auch die Wehrführung der Feuerwehr, der örtliche Bezirksbeamte der Polizei sowie der Leiter unserer Stadtwerke an. Unsere Aufgabe ist es unter anderem auch, die öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie die Daseinsvorsorge wie z.B. die Wasserver- und die Abwasserentsorgung aufrecht zu erhalten. 

Spätestens seit der Rede der Bundeskanzlerin an die Nation sollte uns allen klar sein, dass wir die momentane Situation nur in gemeinsamer Solidarität wieder in den Griff bekommen können. Es tut weh, mit anzusehen, wie touristische und gewerbliche Betriebe schließen müssen und ihnen somit die Existenzgrundlage entzogen wird. Ich habe großes Verständnis für die Sorgen der Unternehmerinnen und Unternehmer und hoffe inständig, dass die von Land, Bund und Europäischer Union versprochenen Soforthilfen auch tatsächlich schnell und unbürokratisch bei den betroffenen Firmen und somit auch bei allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ankommen. Schmerzlich ist auch, dass durch Schul- und Kindergartenschließungen sowie das Verbot von Vereinsaktivitäten oder Feierlichkeiten das öffentliche Leben quasi zum Erliegen kommt. Aber die drastisch steigenden Infektionszahlen zeigen, dass es offensichtlich keine andere Alternative zur Unterbrechung der Infektionsketten gibt. 

Dank an Mitbürger

Oberstes Ziel ist es mit den nun angeordneten Maßnahmen Ihnen, sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, insbesondere denjenigen, die zu den Risikogruppen gehören, bestmöglichen Schutz zukommen zu lassen. Durch vernünftiges und besonnenes Verhalten kann jeder Einzelne seinen Beitrag leisten. Noch im vergangenen Jahr haben wir alle gemeinsam z.B. mit unserem 875-jährigen Stadtjubiläum gezeigt, welch großartiger Zusammenhalt in unserer Stadt herrscht. Nun sind wir alle aufgerufen zu beweisen, dass dies auch in Krisenzeiten gilt. Ich bin sehr froh, dass in den Orten und der Kernstadt schon erste Hilfsangebote für ältere Menschen organisiert werden. 

Ebenso danke ich Ihnen herzlich für Ihr Verständnis und für Ihre Akzeptanz bezüglich der an-geordneten Maßnahmen. Nur gemeinsam werden wir es schaffen, die aktuelle Situation möglichst gut zu bewältigen. Und so arbeiten auch wir im Rathaus neben aller Belastung durch die Corona-Pandemie weiter an der Zukunftsfähigkeit unserer Hansestadt Medebach mit ihren Ortsteilen. Wir haben z.B. gestern Abend in einer Sondersitzung mit den Fraktionsvorsitzenden, da auch wir aktuell keine regulären Ratssitzungen durchführen können, mehrere Sachverhalte besprochen und Dringlichkeitsentscheidungen auf den Weg gebracht, die z.B. mit weiteren Auftragsvergaben für Investitionen in unseren Schulen, im Hallenbad und mit dem Anbau des Hohoff-Kindergartens zusammenhängen. Auch wenn das Rathaus aktuell zur Reduzierung des Publikumsverkehrs geschlossen ist, stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbstverständlich für Ihre Anliegen zur Verfügung. 

Mein abschließender Dank gilt insbesondere all denjenigen, die sich momentan trotz der schwierigen Rahmenbedingungen für ein funktionierendes Miteinander ehrenamtlich wie beruflich einsetzen. Auch wenn eine Aufzählung immer die Gefahr birgt jemanden unabsichtlich zu vergessen, meine ich damit insbesondere den gesamten medizinischen und pflegerischen Bereich, das Aufrechterhalten der Ver- und Entsorgungsleistungen, die Sicherheitskräfte, den Versorgungssektor für Waren des täglichen Bedarfs sowie unsere ehrenamtlich arbeitende Freiwillige Feuerwehr. Mein ganz persönlicher Wunsch für Sie alle lautet: 'Bitte bleiben Sie gesund!'"

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