"Meilenstein der Dorfentwicklung"

Dorfgemeinschaftshaus Berge mit Fahrzeughalle: Richtfest gefeiert

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Beim Richtfest in Berge freute sich die Feuerwehr auch über eine unerwartete Finanzspritze der Sparkasse – und mit ihr Bürgermeister Grosche.

Berge - Von oben auf dem Dachstuhl verkündete der Zimmermann die Vollendung des Rohbaus und nach dem zünftigen Richtspruch zersprang das herabgeworfene Glas. Diese traditionelle Geste stand am Ende des Zimmermannsspruchs von Dieter Imöhl, der auch den Namen nannte, den der Gebäudekomplex tragen wird: „Dorfgemeinschaftshaus Berge mit Fahrzeughalle“.

Bürgermeister Thomas Grosche begrüßte direkt danach die Anwesenden und freute sich, an diesem späten Nachmittag in Berge den „Meilenstein der Entwicklung des Ortes“ feiern zu können. Er erläuterte, dass das Bauobjekt von mehreren beteiligten Vereinen des Ortes mitgetragen wird. So bedankte er sich bei der Schützenbruderschaft, insbesondere dem Hauptmann Dietmar Hillebrand, für die Abstimmung bei der Verbindung des Gebäudes mit der angrenzenden Schützenhalle. Das Dorfgemeinschaftshaus wird von der gesamten Dorfgemeinschaft genutzt und stellvertretend dafür bedankte er sich bei Ortsvorsteher Albert Strackerjan und Stadtvertreter Josef Mütze.

 Er führte weiter aus, dass die neue Fahrzeughalle der Ersatz für das alte Feuerwehrhaus ist, das aus sicherheitstechnischen Gründen nicht mehr genutzt werden konnte. Als weitere Verantwortliche der Feuerwehr begrüßte Bürgermeister Grosche den Wehrführer der Stadt Medebach Herbert Kordes und seinen Stellvertreter Andre Kappen. Viele Vertreter von weiteren Löschgruppen der Stadt Medebach hieß er ebenso willkommen. Die Kameraden zeigten damit ihre Verbundenheit und Freundschaft der Löschgruppen im Stadtgebiet untereinander.

Applaus für Arbeit der Handwerker

Der Bürgermeister erläuterte, dass die Finanzierung des Baus durch Fördermittel und durch Mittel der Stadt Medebach sichergestellt ist. Deshalb begrüßte er auch Mitglieder der Stadtvertretung, die sich vor Ort für den Baufortschritt interessierten. Er stellte klar heraus, dass für die Löschgruppe Berge die Notwendigkeit bestand, ein neues Feuerwehrhaus zu errichten. Die Bewohner des Ortes stützten das Bauvorhaben. Der Bürgermeister würdigte die vielen ehrenamtlichen Stunden, die schon seit dem Abriss des alten Gebäudes der „Alten Schule“ von der Dorfgemeinschaft und insbesondere der Löschgruppe Berge geleistet worden sind, zudem das Engagement der Handwerker, die allen Widrigkeiten des Wetters zum Trotz den Bau kontinuierlich fortgesetzt haben. 

Bei der Übergabe (von links): Herbert Kordes, Martin Gerbracht und Thomas Grosche.

Löschgruppenführer Thoms Schmidt betonte die gute Unterstützung der Stadt Medebach und die unkomplizierte Abstimmung in der Planungs- und Umsetzungsphase des Baus. Er stellte fest, dass von der Planung bis zum Baubeginn fast vier Jahre vergangen sind; die Errichtung des Rohbaus dagegen nur vier Monate gedauert hat – auch dank der Firmen und ihren ausdauernden Mitarbeitern, „die sogar samstags arbeiteten und mit großem Einsatz gezeigt haben, dass sie die Fertigstellung sicherstellen wollen“. Stadtvertreter Josef Mütze hob hervor, dass die Verwaltung und die Stadtvertretung bei der Umsetzung des Projektes großes Vertrauen in die aktive Mitarbeit der freiwilligen Helfer des Ortes gesetzt hat. Ortsvorsteher Albert Strackerjan erwähnte die Neuanschaffung des Feuerwehrfahrzeuges und hofft damit auch weiterhin auf die wohlwollende Unterstützung der Stadt im Sinne der Weiterentwicklung des Dorfes.

Unerwartete Finanzspritze

Zu einem sehr erfreulichen Anlass versammelten sich die Vertreter der Löschgruppen danach erneut.  Martin Gerbracht von der Sparkasse Hochsauerland und Bürgermeister Thomas Grosche nahmen das Richtfest in Berge zum Anlass, den Löschgruppen sowie dem Löschzug der Stadt Medebach eine finanzielle Zuwendung zukommen zu lassen. Grosche erläuterte, dass er damit eine Wertschätzung und Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit der freiwilligen Feuerwehrmänner und -frauen verbinde, die hilfreichen Dienst tun für alle Menschen in der Stadt Medebach. Insbesondere sei dies im Jahr 2019 der Fall gewesen, in dem neben den üblichen Einsätzen zum Beispiel Gewerbeschau, das Stadtjubiläum und das Bundesschützenfest hervorragend unterstützt wurden. Martin Gerbracht, Leiter der Sparkassenfiliale in Medebach, stellte die Frage: „Gibt es ein wichtigeres Ehrenamt als die Feuerwehr?“ Damit hob er die Hilfsleistung der Feuerwehr in vielen Situationen hervor und sprach den Ehrenamtlern für ihre Arbeit einen besonderen Dank aus. Er übergab dem Wehrführer der Stadt Medebach stellvertretend für alle Löschgruppen eine Spende von 6.500 Euro.

Dieser Betrag wird anteilig an die Löschgruppen und Löschzug verteilt und die örtlichen Löschgruppen können den Betrag individuell verwenden. Wehrführer Herbert Kordes bedankte sich stellvertretend für alle Löschgruppen und dem Löschzug der Stadt und freute sich über die unerwartete Finanzspritze am Ende des Jahres. Beim gemütlichen Beisammensein und guten Gesprächen feierten die Teilnehmer den zügig errichteten Rohbau und den weiteren Baufortschritt.

Von Beate Clement-Klütsch

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