Mehrgenerationen-Sportplatz

Einweihung der Breitensportanlage: Klein und Groß freuen sich

Einweihung der Breitensportanlage Referinghausen
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Ortsvorsteher Reinhard Figgen testet unter den strengen Augen der Ortsheimatpfleger Bernahrd Hesse und Frans van Hulten sowie des Projektinitiators Manfred Jäger die neue Slackline.

Nach dreijähriger Planungs- und Bauphase wurde jetzt feierlich die neue Breitensportanlage in Referinghausen eingeweiht. Nach einer heiligen Messe unter freiem Himmel mit Vikar Pidiyath begrüßte der erste Vorsitzende des Sportvereins Blau-Gelb Referinghausen Bernd Hesse die Besucher auf der Ebenau.

Referinghausen – Sichtlich gerührt erzählte er von den ersten Planungen mit allen Hürden im Jahr 2018, über das bange Warten auf die Förderbescheide und die vielen Arbeitsstunden bis hin zur Fertigstellung in der letzten Septemberwoche.

Stellvertretend dankte er in diesem Rahmen ausdrücklich den rüstigen Rentnern Werner Deimel und Alfons Decker, ohne die die Bauphase sicher nicht so gut über die Bühne gegangen sei.

Spielfeld, Pumptrack-Anlage, Outdoor-Fitnessgeräte

Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: Neben einem kleinen Spielfeld und einer modernen Pumptrack-Anlage stehen Sportlern aller Altersklassen mehrere Outdoor-Fitnessgeräte zur Verfügung – und alles frei zugänglich und kostenlos.

Bürgermeister Thomas Grosche, Ortsvorsteher Reinhard Figgen und Wirtschaftsförderer Michael Aufmhof waren der Einladung des Sportvereins Blau-Gelb genauso gerne gefolgt wie die Nachbarvereine, Willi Frese für den Stadtsportverband sowie Kerstin Neumann-Schnurbus für den Kreissportbund und einige Stadtratsmitglieder.

Projekt traf anfangs nicht nur auf Zustimmung

Das Projekt des Mehrgenerationen-Sportplatzes traf anfangs nicht nur auf Zustimmung. Zeitweise stand sogar der Verkauf des Sportgeländes zur Debatte. Einige Dorfbewohner und machten sich Gedanken zu einer anderen Nutzung für das ganze Dorf. Eine Gruppe rund um Projektinitiator Manfred Jäger wurde beim NRW-Landesprogramm (Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten) fündig.

Gemeinsam mit dem Vorstand und Bernd Hesse stellte er ein Konzept auf die Beine, das im Heimatministerium NRW sofort auf großen Gefallen stieß, wie Bürgermeister Thomas Grosche in seiner kurzen Rede erzählte. Er wies stolz darauf hin, dass Medebach die einzige Kommune sei, die im Jahr 2020 und 2021 Zusagen für Förderprogramme bekommen habe und dankte auch den Ratsmitgliedern der Stadt Medebach, die den Eigenanteil der Hansestadt bewilligt hätten. Insgesamt wurden auf dem Sportplatz in Referinghausen 122.000 Euro „verbuddelt“, von denen 108.000 Euro durch Landes- beziehungsweise Bundesmittel und 11.000 Euro von der Stadt Medebach übernommen wurden. Die Referinghäuser selbst steuerten 3.000 Euro in Form von über 1000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden und viel Herzblut bei.

Unterstützung durch Stadtrat, Bürgermeister und Wirtschaftsförderer

Ortsvorsteher Reinhard Figgen dankte für das gute Netzwerk und die Unterstützung durch Stadtrat, Bürgermeister und Wirtschaftsförderer und berichtete, dass die bestehenden Wanderwege (Milchstationen und Open-Minds-Place) nun auch den neu gestalteten Sportplatz mit einbeziehen und so noch attraktiver sind.

Aber was ist jetzt ein Mehrgenerationen-Sportplatz genau? In Referinghausen, wie in vielen anderen kleinen Ortschaften im Sauerland auch, gehört das sonntägliche Fußballspiel nicht mehr zum festen Bestandteil der Woche. Durch immer mehr Spielgemeinschaften sind viele Plätze in einen Dornröschenschlaf gefallen und werden oft nur noch vom Vorstand zur Rasenpflege und Instandhaltungsmaßnahmen aufgesucht. In diesem Ort soll das nun aber anders werden.

„Moderne Sportstätten“

Dafür wurde das Sportheim im Rahmen des Förderprogrammes „Moderne Sportstätten“ 2019/20 renoviert, im vorderen Teil des Rasenplatzes ein kleines Spielfeld für Fußballspiele oder Ähnliches belassen und im hinteren Teil in diesem Jahr eine große Pumptrack-Anlage gebaut. Sie wurde von einer Augsburger Firma mit Unterstützung ihrer holländischen Niederlassung errichtet, bei der auch der Mountainbike Four-Cross Weltmeister von 2013, Jost Wiechmann, arbeitet. Er weihte mit einigen gekonnten Sprüngen die Bahn auch sofort standesgemäß ein. Pumptracks sind kompakte, geschlossene Rundkurse mit kleinen Wellen und Steilwandkurven. „Sie können nicht nur mit Fahrrädern genutzt werden, sondern vom Bobby-Car über Skates, Inliner und Rollschuhen kann jede Altersgruppe mit entsprechendem Gefährt seinen Spaß haben“, erklärte Ortsvorsteher Reinhard Figgen.

Großes, buntes Klettergerüst für die Kleinsten

Neben dieser Bahn wurden neun Outdoor-Trainingsgeräte aufgestellt, die ebenfalls von allen Altersgruppen genutzt und bespielt werden können. Auch an die Kleinsten hat man gedacht: Während Mama sich an den Fitnessgeräten austobt, kann der Nachwuchs unter ihren Augen an einem großen, bunten Klettergerüst turnen und rutschen. Neben jedem Fitnessgerät ist eine genaue Bedienungsanleitung (mit QR-Code) mit drei verschiedenen Schweregraden angebracht.

Weitere Ergänzungen von Sportgeräten und Sitzbänken sind noch geplant und sollen in näherer Zukunft aufgestellt werden.

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