Überflutungen im Hochsauerlandkreis

Feuerwehr Medebach hilft bei Unwetterkatastrophe – 84 Kameraden im Einsatz

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Eingestellt auf das Auspumpen von Kellern und die Eindämmung von Überflutungen wurde der Zug überörtliche Hilfe aus Medebach beim Eintreffen in Sundern überraschend zu einem Kellerbrand alarmiert.

In den letzten Tagen wurde schon viel berichtet von der katastrophalen Unwetterlage im Westen Deutschlands. Auch im Hochsauerlandkreis waren viele Gemeinden aufgrund des andauernden Starkregens von Überflutungen betroffen.

Medebach – Wenngleich die Schäden vom Ausmaß geringer waren als unter anderem im Rhein-Erft-Kreis, so sind auch hier vielerorts einzelne Familien oder Unternehmer in ihrer Existenz gefährdet.

Die Feuerwehr Medebach wurde am vorletzten Mittwoch morgens alarmiert, um die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) zu besetzen. Da sich die Wetterlage im Stadtgebiet entspannte, wurde die FEZ zunächst gegen Mittag wieder aufgelöst. Am späten Mittwochnachmittag wurde dann die Wehrleitung alarmiert zur Unterstützung der Einsatzleitung auf Kreisebene. Auch der Zug für überörtliche Hilfe aus dem Stadtgebiet Medebach wurde zur Unterstützung der Einsatzkräfte in Sundern alarmiert.

Überraschender Kellerbrand in Sundern

Am späten Mittwochnachmittag machte sich dieser Zug, besetzt mit Kameraden aus den Einheiten Berge, Deifeld, Medebach, Medelon und Referinghausen mit vier Fahrzeugen und 27 Kameraden auf nach Sundern.

Eingestellt auf das Auspumpen von Kellern und die Eindämmung von Überflutungen wurden die Kameraden beim Eintreffen in Sundern überraschend alarmiert zu einem Kellerbrand. Nachdem die Löscharbeiten, die mit Atemschutzausrüstung durchgeführt wurden, beendet waren, wartete der Löschzug im sogenannten Bereitstellungsraum zusammen mit Einheiten aus anderen Gemeinden aus dem HSK auf die dann kommenden Folgeeinsätze. Um Mitternacht dann wurden erneut in den Medebacher Ortschaften Kameraden alarmiert, um von Medebach aus mit nun 19 Kameraden in Richtung Sundern zu starten zwecks Ablösung der ersten Schicht, die dann ihren Einsatzdienst in den Ortschaften nach der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft um 4.30 Uhr beendete.

Auspumpen komplett gefluteter Kellerräume

Sofort beim Eintreffen der zweiten Schicht um 1.30 Uhr im Bereitstellungsraum Sundern musste die Besatzung des LF20 im laufenden Einsatz abgelöst werden. Die übrigen Fahrzeuge wurden zeitgleich alarmiert zum Auspumpen komplett gefluteter Kellerräume. Immer wieder nachströmende Wassermassen ließen die Arbeiten zum Teil wirkungslos erscheinen. Aber in Zusammenarbeit mit den Feuerwehreinheiten aus dem gesamten HSK sowie dem Technischen Hilfswerk (THW) konnte der Zug überörtliche Hilfe aus Medebach bis 10 Uhr am Donnerstagmorgen die Einsätze abarbeiten. Auch die zweite Schicht meldete sich dann in Medebach um 14.30 Uhr wieder einsatzbereit, nachdem die Fahrzeuge und die Ausrüstung gereinigt waren.

Dank an die Feuerwehr Sundern

Insgesamt wurde zu 16 Einsätzen alarmiert mit dem Stichwort „Kellerbrand“ und „Keller überflutet“ sowie auch Fahrdienst für den Energieversorger. Dank gilt der Feuerwehr Sundern für die gute Organisation vor Ort. Auch die Versorgung der Einsatzkräfte durch das DRK und Malteser Hilfsdienst war vorbildlich.

Neben dem Zug für überörtliche Hilfe waren Medebacher Feuerwehrleute auch zur Unterstützung der Einsatzleitung nach Meschede abberufen. Die Funkgruppe Medebach unterstützte zudem auf Kreisebene bei der Informations- und Kommunikations-Gruppe (IUK). Weitere vier Kameraden aus dem Stadtgebiet Medebach wurden mit dem Wasserförderzug Ost zum Einsatz in Düren alarmiert. Deren Einsatz dauerte an bis Freitagnachmittag. Die Feuerwache in Medebach wurde von Mittwocaabend bis Donnerstagmittag dauerhaft durch zehn Kameraden besetzt als Bereitschaft.

Einsatz auch im Sportheim in Dreislar

Den Beweis, dass trotz all dieser Ereignisse die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren im Stadtgebiet Medebach stets gewährleistet war, lieferte die Löschgruppe Dreislar. Diese wurde am Mittwochmittag alarmiert, um den durch Grundwasser vollgelaufenen Keller des dortigen Sportheimes auszupumpen. Es waren im Zusammenhang mit der Katastrophenlage und den oben geschilderten Ereignissen insgesamt 84 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner im Einsatz.

Die Feuerwehr bedankt sich ausdrücklich bei den Arbeitgebern der freiwilligen Feuerwehrleute. Ohne deren Verständnis für die Arbeit der Feuerwehr und ohne die Freistellung vom Dienst wäre eine Freiwillige Feuerwehr nicht einsatzfähig.

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