Ministerin Scharrenbach zu Gast

Fördergelder für Neukonzeption des Museums in Medebach

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Bürgermeister Thomas Grosche, Ministerin Ina Scharrenbach und Ralf Köster vom Heimat- und Geschichtsverein sind sich gewiss: Medebach hat ab Ende 2021 ein modernes, alle Altersgruppen ansprechendes Museum.

Medebach - Bürgermeister Thomas Grosche und Ralf Köster vom Heimat- und Geschichtsverein empfingen am Mittwoch Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in NRW. In ihrem Gepäck brachte sie den unterschriftsreifen Zuwendungsbescheid ihres Ministeriums in Höhe von knapp 235.000 Euro mit.

Grosche betonte in seiner Begrüßung, dass der Heimat- und Geschichtsverein mit der Förderzusage eine wertvolle Hilfe für spannende Geschichtsvermittlung und für das Schärfen von Heimatbewusstsein erhalte. 

Mit aktuellen Beispielen wie dem Umbau des Hallenbades, der Sanierung der Feuerwehrhäuser in einigen Dörfern oder den Dorferneuerungsprojekten in Wissinghausen, Oberschledorn und Medelon hob er den Wert von Förderprogrammen hervor und dankte der Ministerin für ihr Engagement für den ländlichen Raum. „Seit 2017 haben wir zusammen mit dem Büro 'Geschichtsmanufaktur' in Dortmund eine Bestandsaufnahme unseres Museums gemacht und ein Konzept erarbeitet.“ Damit stellte Ralf Köster den zeitlichen Umfang der Neukonzeption des im Jahre 1991 eröffneten und seitdem im Ehrenamt geführten Museums vor. Mit einem Schmunzeln berichtete er vom Erstaunen und der bangen Frage nach der Finanzierbarkeit der Konzeptideen. 

20-jährige Zweckbindung

Die ermittelten „doch sehr hohen Geldsummen“ ließen bei den Ehrenamtlern des knapp 40-jährigen Geschichtsvereins zunächst ein Gefühl der Überforderung aufkeimen. Dieses Gefühl wurde aber schnell durch Handeln abgelöst: Zusammen mit Rat und Verwaltung wurde das 30-seitige Grobkonzept an bestehende Förderauflagen angepasst und beim Ministerium eingereicht. Schon nach zwei Monaten wurden positive Signale zur Förderung gesandt, die letztlich zur am Mittwoch unterschriebenen Förderzusage führten. Damit werden die Projektkosten zu 90 Prozent vom Kofinanzierungsprogramm „Heimat-Zeugnis“ getragen, erst mit seiner Bewilligung bekommt die Planung die Chance auf Umsetzung.

 Vor Unterzeichnung des Zuwendungsbescheides stellte Scharrenbach fest, dass sie gerne in ländliche Regionen fahre, um große Fördersummen vorbeizubringen. Schließlich fördere das Land mit der Mittelzusage insbesondere das Ehrenamt und stärke damit Identität und Identifikation vor Ort. Mit seiner Unterschrift bestätigte Köster den Empfang der Fördersumme, gleichzeitig aber auch die 20-jährige Zweckbindung, mit welcher die Landesregierung den Heimat- und Geschichtsverein zur Unterhaltung des Museums verpflichtet.

Es ist ein echtes Großprojekt mit Vernetzungsaspekt: Künftig sollen die Themen Stadtgeschichte, Handwerk, Landwirtschaft, Archäologie sowie Kloster- und Kirchengeschichte interaktiv und multimedial inszeniert werden. Das Wirken und Streben des berühmtesten Sohnes der Stadt - dem Astronomen Caspar Vopelius - soll Besuchern mit Hilfe digitaler Erlebniselemente in einem Extraraum näher gebracht werden. Durch zusätzliche Finanzmittel der Nordrhein-Westfalen-Stiftung wird die Barrierefreiheit im Museum zumindest auf der unteren Etage hergestellt.

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