Rolle der Geoparkführer als Botschafter für den Geopark bestätigt

"GrenzWelten"-Geoparkführer ziehen in Düdinghausen erfreuliche Bilanz

Die Runde der Geoparkführer traf sich zu ihrer Jahresbesprechung in Düdinghausen.

Düdinghausen. Im gemütlichen Kulturspeicher der Pastoren Scheune in Düdinghausen versammelten sich die Geoparkführer des Nationalen Geoparks GrenzWelten, Vertreter des Geoparkbüros, des Naturparks Diemelsee, der AG „Heimatbünde im Altkreis Brilon“ und des Bildungsnetzwerkes Hochsauerland zu ihrer Jahresbesprechung.

Team- und Sitzungsleiter Horst Frese, ehemaliger Leiter der Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes NRW (NUA), freute sich angesichts der großen Runde über den Teamgeist der Geoparkführer und auch ihrer Partner. Norbert Panek, Leiter des Geoparkbüros in Korbach, dankte dem Team für seinen Einsatz zur Betreuung des Geoparkstandes auf dem Hessentag 2015 in Hofgeismar, auch für die vielen Führungen im Rahmen der Jahresprogramme und für vielfältige Anstöße in ihren Heimatbereichen, zum Beispiel zur Gewinnung von Geoparkschulen, zur Entwicklung neuer Geopfade, zur medialen Verbreitung. Zugleich warb er – erfolgreich – für ihre Unterstützung auf dem Hessentag 2016 (20. bis 29. Mai) in Herborn.

Steigerung des Geopark-Attraktivität

Eines der Diskussionsthemen war die Stärkung der Anziehungskraft der Sehenswürdigkeiten im Geopark für ein breites Publikum und die Schulen. Dies geschieht beispielsweise durch deren Entwicklung zu Erlebnis-Einrichtungen wie die Erhöhung der Attraktivität der Korbacher Spalte durch Umnutzung des Kalkturms zu einem Ausstellungsgebäude oder auch durch Aufstellung erdgeschichtlicher Tafeln und deren Verbindung durch einen Geopfad. Der andere Ansatz sind spannende Führungen durch die Geoparkführer. Im Geopark konzentriert sich die Geoparkführerzahl noch auf die westlichen Geoparkregionen (etwa 25 aktive Führer) – dank der langjährigen Ausbildungs-Initiativen der AG der Heimatbünde im Altkreis Brilon und des Naturparks Diemelsee. Fortbildung und Lehrgang 2016 Zudem werden durch das wachsende Interesse von Schulen an der Einbindung heimatlicher erdgeschichtlicher Lernorte in ihren Unterricht auf die Geoparkführer zusätzliche Aufgaben zukommen, so Friedel Schumacher vom Bildungsnetzwerk Hochsauerland. 2016 werden sie sich vertraut machen mit den neuen Pfaden.

Fortbildung und neuer Lehrgang

Dieter Pollack, Geschäftsführer des Naturparks Diemelsee, warb dafür, dass Geoparkführer an Brennpunkten des Interesses wie im Willinger Besucherbergwerk (2015: Führungen für 6000 Besucher) verstärkt für Führungen bereit stehen. Den Georadweg Ruhr – Eder wollen Geoparkbüro und Geoparkführer 2016 durch Angebote „angehängter“ erd- und kulturgeschichtlicher Radrundtouren anreichern. Auch sind Fortbildungen zur Kernkompetenz der Geoparkführer, nämlich zur erfolgreichen US-Nationalpark-Methode der Naturinterpretation, vorgesehen. Geoparkbüro und Naturpark Diemelsee denken an einen neuen zehntägigen Lehrgang zum staatlich Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer (ZNL) im Sommer 2016 und an einen sechstägigen Geoparkführer-Aufbaulehrgang als Landesgrenzen übergreifendes LEADER-Projekt. Horst Frese sah durch die Besprechung die wichtige Rolle der Geoparkführer in ihren Heimatregionen als Vermittler, Werber und Projektinitiatoren für den Geopark eindrucksvoll bestätigt.

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