Im Zeichen des Stadtjubiläums

Hansepaar wird bei Medebacher Neujahrsempfang vorgestellt

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Bürgermeister Thomas Grosche (links) stellte mit dem Organisationsteam des Stadtjubiläums beim Neujahrsempfang das Hansepaar Karin und Sven Sälzer (Mitte) vor. Als Botschafter sind die beiden fester Bestandteil im Jubiläumsjahr und werden als Repräsentanten auf die Hansestadt aufmerksam machen.

Medebach. Mit der Frage nach dem Tempo der Zeit begann Bürgermeister Thomas Grosche Medebachs Jahresrückblick beim Neujahrsempfang in der vollbesetzten Schützenhalle. Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft hatte dafür wieder ihr „Wohnzimmer“ zur Verfügung gestellt. Aus den Vereinen, Institutionen und Unternehmen gab es über Ehrungen, Feierlichkeiten, Jubiläen, Freundschaftsbesuche, Amts-Wechsel und Ruhestände zu berichten.

Hans Kniesburges wurde mit 91 Jahren als Organist der Gemeinde Dreislar aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Sollte „Not am Mann“ sein, erklärte der langjährige Kirchenorganist seine Bereitschaft einzuspringen. Aus dem Polizeidienst ging Rüdiger Pfannkuche in den Ruhestand. Als er in der TV Sendung „Bares für Rares“ eine Brosche offerierte, wurde dieses in Medebach umgemünzt: „Pfannkuche verkauft unbenutzte Dienstwaffe“, diese kam nämlich in seiner gesamten Dienstzeit, zum Glück, nie zum Einsatz. 

Beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ belegte Dreislar den zweiten Platz. Stellvertretend für alle Verstorbenen erinnerte Thomas Grosche an den langjährigen Oberst des Kreisschützenbundes Bernd Hellwig, der Anfang 2018 im Alter von 78 Jahren verstarb: „Sein Gesicht hat das Schützenwesen geprägt.“ 

Kulturveranstaltungen waren Erfolg

Für die freiwillige Feuerwehr war 2018 das einsatzintensivste Jahr: Mehrere Brandereignisse, der Sturm Frederike und tragische Unfälle auf den Straßen forderte die ehrenamtlichen Retter. „Das Schutzziel von acht Minuten wurde zu 100 Prozent erfüllt“, lobte der Bürgermeister und dankte der Wehrleitung für die gute Zusammenarbeit. 

Der Musikzug Medebach begleitete den 6. Neujahrsempfang in der Schützenhalle musikalisch.

Zirkus gab es nicht nur beim erfolgreichen Zirkusprojekt der Kinder, sondern auch bei den Handwerksbetrieben, die sich gegen ständig wachsende Bürokratisierung zusammenschlossen. Die Datenschutzgrundverordnung ist da nur ein Beispiel von vielen, diese verunsicherte auch Vereine und Ehrenamtliche. Hier half die Stadt mit Infoveranstaltungen gegen die Fallstricke. 

Die Unternehmer griffen ansonsten bei Veranstaltungen zur Fachkräftesuche ins Rad. Kultur, wie die zahlreichen Konzerte, der Besuch aus dem Baltikum sowie das OpenAir Konzert vor dem Straßenmahlerfest waren volle Erfolge.

Stadtjubiläum war großes Thema

Bürgermeister Grosche gab auch schon Ausblicke auf 2019, das geprägt wird von dem 875. Stadtjubiläum. Dazu gehörte auch die CD-Präsentation der Hansehymne „Medebach oh Medebach“, einer Komposition mit Ohrwurm-Charakter von Andreas Schmidt. 

Dagmar Köster verriet den Vorentwurf des Rahmenprogramms für die große Feier Ende August: „Es wird Aktionsbühnen mit Showtänzen, Musik und Sport geben, kleinere Umzüge in historischen Trachten und ein mittelalterliches Schlachtgetümmel.“ Bei diesem Showkampf wird die Schlacht am Butterfeld schauspielerisch dargestellt. Für das ultimatives Finale ist dann eine große Laser- Grafikshow in Planung. Wertvoll wird das Jubiläum durch die Gemeinschaft, den Spaß und die Freude. 

Ehrenmedaillen verliehen

Spaß und Freude ist auch der Antrieb für die zahlreichen ehrenamtlich Engagierten in Medebach. Sie sind aktuell für die Umsetzung mehrere Leader Projekte mitverantwortlich. Besonders verdient gemacht für die Menschen haben sich Antonia Finnemann und Helmut Müller. Bürgermeister Thomas Grosche verlieh den beiden die Ehrenmedaille der Hansestadt. 

Bürgermeister Thomas Grosche verlieh Antonia Finnemann und Helmut Müller beim Neujahrsempfang die Ehrenmedaille für ihre Verdienste.

Antonia Finnemann beschäftigte sich lange und intensiv mit der Ortsgeschichte ihres Wahlheimatortes Düdinghausen. Als ehemalige langjährige Ortsheimatpflegerin gehen viele Fundstücke und die hochwertige Dorfchronik auf ihre Arbeit zurück. Jüngere Ortsheimatpfleger greifen heute noch gerne auf ihr Wissen zurück. 

Helmut Müller prägte wie kein Zweiter die Kolpingsfamilie. Er engagierte sich nicht nur aktiv in Vorstandsämtern, auch keine Baumaßnahme fand ohne ihn statt. Man kennt Helmut Müller auch als ehemaligen Schützenkönig und amtierenden Schützenkaiser. 

Hansepaar als Repräsentanten 

Die mit Spannung erwartete Vorstellung des Hansepaares schloss den offiziellen Teil des Abends. Karin und Sven Sälzer sind jetzt Botschafter und fester Bestandteil im Jubiläumsjahr. Sie werden als Repräsentanten auf die Hansestadt aufmerksam machen und als erstes Hansepaar in die Stadtgeschichte eingehen. 

Mit 470 Anmeldungen hatte dieser Neujahrsempfang die Rekordzahl vom letzten Jahr getoppt.

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