Praxis für Lebensretter

Jahresabschlussübung des Löschzugs Medebach-Nord

Hand in Hand führten die Einsatzkräfte die vielfältigen Übungen aus.

Referinghausen. Bei der Jahresabschlussübung des Löschzugs Nord der Freiwilligen Feuerwehr Medebach in Referinghausen übten die Wehrleute mehrere Einsatzlagen in einem Mehrfamilienhaus in der Ortsmitte.

Der Löschzug Nord setzt sich zusammen aus den Löschgruppen Oberschledorn, Düdinghausen, Referinghausen, Deifeld und Küstelberg. Unter der Leitung von Wehrführer Herbert Kordes wurden unterschiedliche Brandlagen in einem Einfamilienhaus realitätsnah geübt. Die von der Löschgruppe Referinghausen ausgearbeiteten Übungsszenarien richteten den Fokus auf die Menschenrettung mit Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz bei gleichzeitiger starker Verrauchung, mit der Feuerwehrleute bei Brandereignissen in Wohnhäusern oft konfrontiert sind. Alarmiert wurden die Löschgruppen in der Reihenfolge der Alarm- und Ausrückeordnung. 

Wie bei derartigen Einsatzlagen vorgesehen, wurden auch die Drehleiter (DLK) sowie der Einsatzleitwagen (ELW) des Löschzugs Medebach mit alarmiert sowie der Rettungsdienst. Die Einsatzlagen sahen unter anderem eine Menschenrettung unter Atemschutz aus dem Obergeschoss vor. Durch eine Nebelmaschine wurde das Innere der Etagen verraucht. Zwei Kameraden aus den Reihen der Löschgruppe Referinghausen mimten die eingeschlossenen Hausbewohner, dadurch wurde ein sehr realitätsnahes Übungsszenario geschaffen. 

„Reibungslose Zusammenarbeit“ 

Die im Innenangriff vorgehenden Einsatzkräfte mussten mit Atemschutzausrüstung ohne Sicht zu den vermissten Personen vorgehen. Um zu den „Verletzten“ vorzudringen, mussten auch verschlossene Türen mittels Brechwerkzeug geöffnet werden. Dabei wurde auch der Druckschlauch mit Wasser am Strahlrohr ins Gebäudeinnere mitgeführt. Bei dieser Übungslage zeigten sich die Vorteile des Einsatzes einer Wärmebildkamera, die das Aufspüren von Personen und Wärmequellen wesentlich erleichterte. Die Einsatzübungen richteten sich aber nicht nur auf das Auffinden vermisster Personen, auch auf deren Rettung: Unter Atemschutz mussten die „eingeschlossenen“ Personen mittels Trage aus dem Gefahrenbereich ins Freie gerettet werden. 

Bei der Rettung aus dem Obergeschoss beziehungsweise vom Balkon des Dachgeschosses kam die Drehleiter zum Einsatz. Gleichzeitig übernahmen andere Angriffstrupps unter Atemschutz die Brandbekämpfung. Etwa drei Stunden lang übten die Einsatzkräfte die vorbereiteten Einsatzlagen ab. Im Anschluss wurde dann die Übung bei einem Imbiss im Feuerwehrhaus Referinghausen detailliert nachbesprochen. Fazit: Die Zusammenarbeit der beteiligten Einsatzkräfte aus den fünf Löschgruppen lief reibungslos.

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