„Müssen Gesamtkonzepte schaffen“

Landtagsabgeordneter Matthias Kerkhoff im Sommerpressegespräch

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Matthias Kerkhoff zog beim Sommerpressegespräch in Medebach Bilanz.

Medebach/Hochsauerland - Im Rahmen des traditionellen Sommergesprächs, was angesichts der Temperaturen seinem Namen alle Ehre machte, warf der heimische Landtagsabgeordnete Matthias Kerkhoff am Donnerstag im „Der Hasenstall“ in Medebach einen Blick auf den aktuellen politischen Zustand in Nordrhein-Westfalen zwei Jahre nach Regierungsübernahme von CDU und FDP. Passend zum Wetter kamen auch „hitzige“ Themen zur Sprache.

„Europapolitisch gesehen ist der Klimaschutz das dominierende Thema. Die Aufgabe der CDU ist es, die Dinge zusammenzuführen: zum einen den Klimaschutz, zum anderen müssen wir Industrieland zu bleiben“, so Kerkhoff. „Die heimische Firma Borbet zum Beispiel braucht viel Energie und muss im Wettbewerb seinen Standort gesichert haben. Steuern, Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Klimaschutz müssen sich also die Waage halten.“ Laut des Landtagsabgeordneten aus Olsberg bedeutet es Organisation, um ein Technologieland mit umweltfreundlichen Lösungen zu werden, an das sich andere Staaten orientieren und nachziehen. 

„Wir müssen Gesamtkonzepte schaffen, daher bin ich entschieden anderer Meinung als die Grünen: Die Antworten im Klimaschutz müssen übergreifend sein. Für die CO2-Bepreisung dürfen zum Beispiel nicht die Pendler bezahlen. Wir müssen einen Ausgleich schaffen und an anderer Stelle entlasten. Wenn alles teurer wird, haben wir einen schlechten Job gemacht“, so Kerkhoff. „In der Demokratie muss man Leute mitnehmen, sonst wandern Menschen ab zu den Rechtspopulisten.“ Kerkhoff klärte im achten Sommergespräch auch explizit über die Verhältnisse und erreichten Ziele auf Landesebene sowie deren lokale Wirkung auf. Seine wichtigste Botschaft dabei lautete: „Unsere Heimat profitiert von unserer Landesregierung mit Blick über den Tellerrand. Wir sind auf Kurs, was die Umsetzung des Koalitionsvertrages angeht.“ 

"Die Politik, die in Düsseldorf gemacht wird, ist gut für die Region"

Mehr Freiheiten für Städte und Gemeinden hinsichtlich kommunaler Selbstverwaltung, ein größerer Spielraum bei Flächenzuweisungen in Ortschaften unter 2.000 Einwohner sowie den erreichten Meilenstein im Kinderbildungsgesetz (Kibiz) sind nur einige Ziele, die Kerkhoff hervorhob. „Die Politik, die in Düsseldorf gemacht wird, ist gut für die Region. Die Städte und Gemeinden bekommen mehr Verantwortung zurück. Sie wissen, wo deckungsgleich der Bedarf in Schulen und Sportstätten liegt. Weniger Bürokratie, Standortsicherung mit Wachstumsmöglichkeiten oder auch bessere Qualität in den Kindertagesstätten sind wichtige Botschaften“, so der CDUler. Ein weiteres beitragsfreies Jahr im Kindergarten, 1,3 Milliarden Euro Landes- und Bundesmittel für mehr Personal, Fortbildungen und Co., mehr Autonomie an den Hochschulen, die Halbierung der Straßenbaubeiträge oder auch 5,51 Einstellungszahlen bei der Polizei seien ein Schritt in die richtige Richtung.  

„Von der Umverteilung bei der Polizei hat das Sauerland profitiert. Ein konsequentes Einschreiten schon bei Regelverstößen macht deutlich, dass die Polizei präsent ist und sich nichts gefallen lässt“, erklärte Kerkhoff. Nicht nur die innere Sicherheit, die ‘große’ Politik oder der Klimawandel waren Thema auf dem Pressegespräch. 

Der heimische Landtagsabgeordnete offerierte klar und deutlich, dass die angestrebten Ziele wie „Mehr Ärzte auf das Land“ durch eine Mediziner-Ausbildung an der Universität Bielefeld ohne einen Numerus Klausus von 1,0, ein Azubi-Ticket, die Förderung des Sportstättenprogramms, der Landesstraßenausbau sowie das Digitalpaket „Anbieter verpflichten sich bis 2020 zum Bau von 1.350 neuen Masten“ ganz oben auf der Agenda der Landesregierung stehen und somit umgesetzt werden sollen.

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