Finanzierung für das Informationszentrum der Vogelstation Essentho steht

„Leader ist durch“

Mathilde und Wilfried Limpinsel sind froh, dass sie die Leader-Mittel für den Bau ihres Informationszentrums in Essentho erhalten. Foto: Kristin Sens

„Die Finanzierung ist durch – seit Freitag haben wir den Leader-Bescheid vorliegen.“ Die Erleichterung ist der Stimme von Mathilde Limpinsel deutlich anzuhören, als sie Anfang der Woche die Neuigkeit mitteilte.

Wie der SauerlandKurier berichtete, plant das Ehepaar Limpinsel, das seit vielen Jahren die Pflege und Ausgewöhnungsstation für Greifvögel und Eulen in Essentho ehrenamtlich führt, ein neues Gebäude zu bauen, um Schulklassen und Gruppen besser betreuen zu können.

Sprichwörtlich in letzter Minute – die Leader-Mittel drohten am 15. September zu verfallen, wenn bis dahin die Ko-Finanzierung nicht steht – sprang die Firma Ritzenhoff mit 8.900 Euro als Sponsor ein. Möglich wurde dies, weil die Familie Ritzenhoff ein Konto für Natur- und Umweltschutz-Projekte eingerichtet hatte, welches die Stadt verwaltete. „Ich finde die Vogelstation eine gute Geschichte. Da wird gute Arbeit geleistet, vor allem in Bezug auf die Schulklassen. Die Kinder zu informieren ist ganz wichtig, deswegen unterstützen wir das Projekt auch gerne“, sagte Gesellschafter Bernhard Zeppenfeld.

Auch Heinrich Nolte, der Erste Vorsitzende der Leader-Arbeitsgemeinschaft Hochsauerland, lobte das Engagement der Limpinsels: „Das ist ein schönes Projekt und sie machen eine tolle Arbeit.“ In seiner Finanzierung, so erklärte er, sei das Projekt zudem ziemlich einmalig. Fünf Träger sind daran beteiligt: Neben dem Hochsauerlandkreis sind das die Kreise Paderborn und Höxter, die neben dem privaten Sponsor Ritzenhoff rund die Hälfte der Kosten übernehmen. Die anderen 50 Prozent kommen aus den Leader-Mitteln der EU.

„Das ist so ein Glück“, freut sich Mathilde Limpinsel. Nun müssen weitere Gespräche geführt und Bauanträge gestellt werden, bevor das alte Gebäude abgerissen und mit dem Neubau begonnen werden kann. Das Ehepaar hofft bei den Formalitäten auf die Unterstützung durch die Stadt, denn eigentlich haben sie alle Hände voll zu tun mit der Versorgung der Tiere – und die nächste Schulklasse wartet auch schon (Von Kristin Sens, marsberg@sauerlandkurier.de)

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