„Denk mal nach“

Informieren statt demonstrieren: Medebacher Schüler befassen sich mit Umweltschutz

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Die Schüler mit ihrer Lehrerin, Michael Hallmann und Bürgermeister Grosche (für Vollbild oben rechts klicken).

Medebach. Nicht um zu demonstrieren, sondern um sich zu informieren: Aus diesem Grund folgte die Klasse 9a der Sekundarschule Medebach am gestrigen Freitag der Einladung von Bürgermeister Thomas Grosche und besuchte zusammen mit ihrer Lehrerin die Umwelt-Ausstellung „Denk mal nach“ des Medebacher Künstlers Michael Hallmann im Medebacher Rathaus.

„Wir können als Stadt die Schüler ja nicht zum Protest aufrufen – darum machen wir es anders und laden sie zu uns ins Rathaus ein, um sie über das Thema Umwelt zu informieren“, begrüßte Thomas Grosche die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a am Freitagmorgen. Der Zeitpunkt zur Einladung war gut gewählt – schließlich passte sie zu den Aktivitäten rund um den „Friday for Future“. Die Ausstellung unter dem Motto „Denk mal nach“ des Medebacher Künstlers Michael Hallmann bezieht sich ausschließlich auf das Thema Umwelt. „Hally“, wie der 62-Jährige gerne genannt werden möchte, erläuterte den Schülern seine ausgestellten Exponate. 

Künstler will bewusst provozieren 

Mit Aussagen wie „Macht euch die Erde untertan ... von zerstören war nicht die Rede“, oder „Die Erde mit Kunstschnee zu bedecken, hilft nicht gegen den Klimawandel“ (Kritik an den Skigebieten Winterberg und Willingen) provoziert er und möchte zum Nachdenken anregen. Im anschließenden sehr pointierten Vortrag konfrontierte „Hally“ die Schüler mit allen aktuellen Umweltthemen. Beispielhaft forderte er sie auf ihre Handys auszuschalten, um Energie einzusparen. Energieeinsparung war auch einer seiner Schwerpunkte – mit Ideen, sich Fußballspiele im TV anzusehen und nicht in die Stadien zu fahren oder die Schaufenster und die Straßenbeleuchtung über Bewegungsmelder einzuschalten, auf die Weihnachtsbeleuchtung in den Städten und an den Häusern zu verzichten, gab er den Schülern Denkanstöße. 

Zu Themen wie E-Mobilität, Plastik in den Weltmeeren, Abholzen der Bäume und Hecken an den Straßenrändern und Windkraftanlagen nahm der Künstler zum Teil sehr differenziert Stellung und gab den Schülern so einige Stichpunkte zum Nachdenken mit – auch für Zuhause.

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