Beschäftigung für Neubürger

Medebacher Unternehmer treffen Flüchtlinge und tauschen sich aus

Heimische Unternehmer informierten Flüchtlinge über die Anforderungen und Chancen, die der Arbeitsmarkt bietet.

Medebach. In der Hansestadt Medebach leben aktuell etwa 135 Flüchtlinge, von denen zwischenzeitlich viele einen Integrationskurs absolviert haben beziehungsweise sich im Kurs befinden. In Gesprächen der Wirtschaftsförderung mit den Unternehmer vor Ort wurde gemeinsam überlegt, welche Chancen bestehen, die Neubürger in Beschäftigung zu bringen.

Hierzu Wirtschaftsförderer Michael Aufmhof: „In unseren Gesprächen mit den Unternehmerinnen und Unternehmern im Stadtgebiet Medebach wurde immer wieder deutlich, dass Facharbeiter, aber auch Mitarbeiter für einfachere Tätigkeiten benötigt werden. Hierdurch entstand der Ansatz, gemeinsam eine Informationsveranstaltung für Flüchtlinge zu veranstalten. Gemeinsam haben die Firmen Paul Köster GmbH, Becker 360 und Anfotec Antriebstechnologie GmbH, die anfänglich stellvertretend für viele Unternehmen im Stadtgebiet Medebach stehen, den Flüchtlingen nähergebracht, welche Voraussetzungen und Eigenschaften unsere Unternehmer und Unternehmerinnen erwarten, um einen Praktikumsplatz, Ausbildungsplatz oder Arbeitsplatz anbieten zu können.“ Und weiter: „Ebenso wurden die möglichen Tätigkeitsfelder in den drei Firmen näher beschrieben. Weiteres Ziel war es, mit den 25 anwesenden Flüchtlingen ins persönliche Gespräch zu kommen, um auch die Fragen der interessierten Anwesenden beantworten zu können, aber auch wertvolle Tipps für die Bewerbung am Arbeitsmarkt liefern zu können.“ 

„Wichtig: soziale Verantwortung“

 Hierzu Heinz Huneck: „Wir freuen uns, dass unsere Unternehmerinnen und Unternehmer im Stadtgebiet sich so offen zeigen und bereits am Abend die ersten Zusagen für Praktika gegeben haben. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Integration zu leben und zu verwirklichen.“ Michael Aufmhof ergänzt: „Wir bedanken uns bei unseren Firmen im Stadtgebiet Medebach, die viele neue Arbeitsplätze in den letzten Jahren geschaffen haben und bei denen engagierte und zuverlässige Arbeitssuchende Chancen auf ein Beschäftigungsverhältnis haben. Die teilnehmenden Firmen an der Informationsveranstaltung stehen stellvertretend für viele Firmen, die offen sind für weitere Gesprächen.“ Anfotec-Geschäftsführer Christian Hast: „Im Rahmen der Veranstaltung haben wir als Gastgeber positiv erfahren dürfen, dass Interesse und Integrationsbereitschaft bei vielen Flüchtlingen vorhanden sind. Als innovatives Unternehmen ist man ständig auf der Suche nach engagierten Mitarbeitern. Hier haben wir in den letzten Wochen auch schon gute Erfahrungen mit einem neuen Praktikanten gemacht und gehen davon aus, dass weitere folgen könnten.“ Für Markus Becker von Becker 360 ist „die soziale Verantwortung wichtig und der Beitrag, den wir als Unternehmer zu Integration von Flüchtlingen leisten können.“ 

Auch Flüchtlinge können sich melden

Wirkliche Integration könne nur an der Arbeit und durch Arbeit erfolgen, indem mit deutschen Kollegen gemeinsam Aufgaben bewältigt werden und nebenbei die deutsche Sprache erlernt wird. „Als wachsendes Unternehmen sind wir natürlich auch immer an Mitarbeitern interessiert, die sich bei uns einbringen wollen. Dies gilt selbstverständlich auch für deutsche Facharbeiter.“ Hildegard Köster von der Firma Paul Köster fasste zusammen: „Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und der Wille zur Arbeit bilden die Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Gelingen. Egal in welcher Branche, wichtig ist, dass ‘Sie’ sich mit dem Unternehmen identifizieren können. Die sprachlichen Defizite können sie im täglichen Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen am besten ausgleichen. Natürlich helfen auch Übungen dabei, sich sprachlich weiter zu entwickeln.“ 

Firmen, die zeitnah bereit sind, ebenfalls Praktikumsplätze für den Einstieg in die Beschäftigung anzubieten können sich direkt an Michael Aufmhof, Tel. 0 29 82/4 00-3 25 oder Heinz Huneck, Tel. 0 29 82/4 00-3 20 wenden. An Praktika interessierte Flüchtlinge können sich an Heinz Huneck wenden.

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