Geschichte modern aufbereitet

Museum „Pastoren Scheune“ in Düdinghausen hat neuen Internetauftritt

Auf der neuen Webseite der „Pastoren Scheune“ in Düdinghausen gibt es viel zu entdecken. Sie gewährt Interessierten einen Einblick in Dorfgeschichte und Infoangebote.

Düdinghausen. „Sie ist die Bilanz der letzten 18 Jahre ehrenamtlicher Arbeit“, sagte Horst Frese, Erster Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins, über die neue Homepage der „Pastoren Scheune“ in Düdinghausen. Die Webseite ist unter www.pastorenscheune.de erreichbar und wurde am Sonntag der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ermöglicht wurde der neue Internetauftritt durch einen ehrenamtlichen Kraftakt des Heimat- und Verkehrsvereins Düdinghausen. Dieser hat im Rahmen einer Gemeinschaftsaktion von Oliver Kaufhold (Webdesign) und Horst Frese (fachliche Inhalte, Strukturierung und Fotos) die geschichtlichen Ereignisse der vergangenen 1400 Jahre in mehrere Themen gegliedert und zu jedem Thema jeweils passende Grafiken und Fotos zugeordnet, verbunden mit kurzen Übersichtstexten. „Es handelt sich um eine Homepage mit wenig Text und vielen Bildern“, sagt Frese über das neue kompakte und visuell ansprechende Design. „Sie ermöglicht es allen, sich auch von Zuhause aus einen Überblick über die Dorfgeschichte zu verschaffen. Auch ist es Ziel, dass Interessierte übersichtlich erkennen können, welche Vorführungs- und Besichtigungsangebote das Museum, das umgebende Dorf sowie die Landschaft bieten.“ Auf der neuen Homepage finden sich beispielsweise Impressionen aus dem Drechselmuseum und Informationen zu Drechselvorführungen in der Dreggestobe. 

Bildreiche Homepage vorgestellt 

Auch Geschichtliches, beispielsweise über die Entstehung und Niedergang der Freigrafschaft, die Reformation und Territorialkonflikte sowie die Weiberschlacht zu Wissinghausen, sind im neuen Webauftritt in kompakter Form visuell gesammelt. Auch die Historie der „Pastoren Scheune“ selbst wird thematisiert oder das Geheimnis der Wüstung Wieferinghausen, die im 15. Jahrhundert aufgegeben wurde, gelüftet. Das umgebende „Freiluftmuseum“ der „Pastoren Scheune“ präsentiert sich ebenfalls bildlich kompakt, genauso wie Informationen über den Kulturspeicher und das Museumscafé. Nach der Begrüßung durch die zweite Vorsitzende Andrea Gerbracht sprach Horst Frese die vielen Besucher im vollbesetzten Kulturspeicher auch in plattdeutscher Sprache an. 

Im Anschluss daran präsentierte er in einem kurzweiligen Vortrag die neue bilderreiche Homepage und führte dabei die Besucher des Geschichtscafés durch die verschiedenen Schwerpunktthemen der Geschichte des Dorfes und der Freigrafschaft Düdinghausen, die mehrere Jahrhunderte lang eine Waldeckische Freigrafschaft war. Kreisheimatpfleger Hans-Jürgen Friedrichs wies darauf hin, dass die umfangreichen Aktivitäten des Heimatvereins Düdinghausen schon seit vielen Jahren überörtliche Beachtung fänden – so schon 2006 die Serie der erfolgreichen Geschichtscafés und jüngst ein Film mit Drechsler Bernd Eickhoff über das Drechseln mit Kindern auf dem Westfalentag in Brilon. 

Zudem wurde auch Antonie Finnemann geehrt. Sie ist seit etwa 40 Jahren die erste Geschichtsadresse in Dorf und Grafschaft und hatte im Januar die Ehrenmedaille 2019 der Hansestadt Medebach erhalten. Das Geschichtscafé bildete den würdigen Rahmen, ihr auch seitens des Dorfes zu gratulieren. Ortsvorsteher Ferdinand Asmuth, Hans-Jürgen Friedrichs und Horst Frese sowie alle Besucher des Geschichtscafés dankten ihr für ihren jahrzehntelangen, sehr erfolgreichen Einsatz für Heimat und Geschichte im Dorf.

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