„Nichts vom Charme verloren“

Neuer Aufzug im Kulturspeicher Düdinghausen ist eingeweiht

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Der ehrenamtliche Behindertenbeauftragte des HSK Heinz Arenhövel, Thomas Grosche, Horst Frese und Eckhard Uhlenberg vor dem neuen Aufzug.

Düdinghausen. Als hoffnungsvolles Signal für ältere und eingeschränkte Menschen und Schritt in die richtige Richtung bezeichnete Ortsvorsteher Ferdinand Asmuth den neuen Aufzug zum Kulturspeicher über der Dreggestube in Düdinghausen. „Der Zugang zum Kulturspeicher war wegen der steilen Treppe nicht allen möglich“, erinnerte der Erste Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Düdinghausen Horst Frese.

Über eine Lösung wurde schon länger nachgedacht, da die Räume nicht nur für das Geschichtscafé und als Treffpunkt dienen, sondern auch als „Dorfrathaus“ für Trauungen und Familienfeiern genutzt werden. Zahlreiche Hürden waren zu nehmen: Die Einholung von Angeboten, die Entscheidung über Aufzugtyp und Einbauort, die Erreichung der Baugenehmigung für das denkmalgeschützte Gebäude sowie die Finanzierung des 55.000 Euro teuren Projektes waren Kraftakte. 

Bei der Einweihung: Veronika Stuhldreher, Eckhard Uhlenberg, Antonie Finnemann und Thomas Grosche.

Grundlegend war der Leader-Zuschuss mit 65 Prozent, des Weiteren die Förderung der NRW-Stiftung mit 10.000 Euro. Dazu kamen Spenden in Höhe von 2.500 Euro von der Medebach Touristik sowie je 1.000 Euro von der Sparkasse Hochsauerland und dem Ehepaar Karl-Josef und Veronika Stuhldreher. Veronika Stuhldreher lebte nach ihrer Vertreibung aus Löwenberg in Schlesien (April 1946) in dem Haus des heutigen Museums. 

"Rufen Sie mich an!"

Nach kurzer Bauzeit, an der unter anderem auch vier heimische Unternehmen und zwei Handwerker des Vereins beteiligt waren, war der Aufzug betriebsbereit. Die Portalfassade wurde durch Glasflügeltüren, Fachwerkrahmen und museale Aufschriften aufgewertet. Horst Frese dankte den Behörden und Institutionen für die Unterstützung. Bürgermeister Thomas Grosche sieht den Nutzen des Aufzugs ebenfalls für Menschen mit Kinderwagen und sprach dem Heimat- und Verkehrsverein sein Kompliment aus: „Der Kulturspeicher hat nichts von seinem Charme und der Atmosphäre verloren.“ Grosche bezeichnete den Besuch von Eckhard Uhlenberg, Präsident der NRW-Stiftung, als große Ehre. 

Die Stiftung steht bei vielen Projekten im Hintergrund und honoriert gute Ideen. „Hier geht es um das Thema Inklusion, das ist ein Fördertatbestand für uns“, erklärte Uhlenberg, der sich gerne auf den Weg nach Düdinghausen gemacht hat. Der Präsident gab Horst Frese, der schon neue Ideen hat, den Hinweis: „Rufen Sie mich an!“ 

Im Rahmen der feierlichen Einweihung segnete Pfarrer Dr. Achim Funder den neuen Aufzug bei Klängen des Chorals „Lobet den Herren“, intoniert von Bernd-Josef Eickhoff mit Musikern aus drei Generationen.

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