Mordskalt ist es in Medebach

Neuer Sauerland-Krimi spielt im Medebacher Raum

Ein Fach im Gefrierhaus – da bleibt Spielraum für spannende Geschichten, ist sich Mareike Albracht sicher.

Medebach - Der tote Biker ist Mitglied im Club Motorradfreunde Sauerland e.V. – das ist harmlos, zunächst. Die anderen Biker aber reagieren merkwürdig auf den Tod ihres Kameraden und Kommissarin Anne Kirsch muss tief ins Milieu eintauchen. Und das Gefrierhäuschen in Dreislar mit Elsbeth, Erster Vorsitzenden des örtlichen Gefriervereins, auch das spielt eine wichtige Rolle. Autorin Mareike Albracht schickt ihre Kommissarin in ihrem vierten Sauerland-Krimi „Mordskälte“ erstmals in den Medebacher Raum – und dort wird es wider Erwarten gefährlich.

"Im Biker-Milieu wollte ich Anne Kirsch schon lange ermitteln lassen – es hat etwas Geheimnisvolles an sich. Da bietet sich das Sauerland mit seinen langen, kurvigen Strecken für Motorradfahrer als Schauplatz natürlich an“, erklärt Mareike Albracht. Als ebenso spannend empfindet die Autorin die Geschichte des Gefrierhauses Dreislar, 1961 auf Initiative der neu gegründeten Gefriergemeinschaft als Gefrieranlage mit 32 Fächern erbaut. Ein unscheinbares Gebäude von außen, von innen erinnert es an eine Pathologie – zumindest mit einer „kriminellen“ Fantasie. Albracht: „In der Zeitung habe ich von dem Gefrierhäuschen gelesen und fand es direkt interessant: Was liegt wohl in den Fächern, wer hat sie gemietet? Da bleibt viel Spielraum für spannende Geschichten.“

In solch eine spannende Geschichte rutscht Kommissarin Anne Kirsch hinein – der Fall beginnt für sie recht gewöhnlich, wird aber zusehends gefährlicher, zumal Heiko, Freund der Kommissarin, in diesen involviert ist. Der Klappentext verrät: Oberkommissarin Anne Kirsch gibt sich alle Mühe, sich an die Vorschriften zu halten. Als im Sauerland ein Motorradfahrer tot aufgefunden wird, der offenbar zu schnell durch eine Kurve gerast war, ermittelt sie deshalb besonders akribisch. Es stellt sich heraus, dass der Tod kein Unfall war, sondern Mord, und die Spur führt in die Sauerländer Motorradszene. Doch als Annes Freund Heiko in den Kreis der Verdächtigen gerät, muss sie sich entscheiden: Ist sie bereit, den Fall abzugeben, obwohl sie die einzige zu sein scheint, die Heiko retten kann...? 

"Die Leser sollen auf der psychischen Ebene gepackt werden, mitdenken"

„Wichtig ist mir, dass der Leser miträtseln kann, die Lösung wird nur Stück für Stück preisgegeben, erst ganz zum Schluss weiß der Leser, wer der Mörder ist“, erklärt Mareike Albracht. „Zudem lege ich Wert darauf, dass meine Bücher nicht allzu brutal sind, die Leser sollen auf der psychischen Ebene gepackt werden, mitdenken.“ 

Um den Medebacher Raum kennenzulernen – Albracht wohnt mit ihrer Familie in Marsberg – ist sie dort viel unterwegs gewesen, hat die Kernstadt und die Dörfer besucht, durfte sich einmal im Gefrierhaus umsehen und hat viel online recherchiert. Ähnlichkeiten mit realen Menschen indes seien Zufall: „Alle meine Charaktere sind fiktional“, erklärt die Autorin. „In meinen Büchern kann ich meine wilde Fantasie voll ausleben – ein guter Gegenpol zu meiner Arbeit in der Verwaltung“, sagt sie mit einem Lachen.

Mordskälte 

- erscheint am Freitag, 29. November, im Verlag Midnight by Ullstein 

- wird dann erhältlich sein unter der ISBN-Nummer 978-3-95819-284-3.

- Weitere Infos zur Autorin gibt es unter www.sauerlandkrimis.de und auf ihrer Facebook-Seite.

Mareike Albracht wurde 1982 geboren. Die ausgebildete Diplom-Finanzwirtin ist Mutter von drei Kindern und lebt mit ihrer Familie in Marsberg. Dort beschloss sie, ihren Kindheitstraum zu verwirklichen und ihre Liebe zur Heimat mit ihrer Leidenschaft für das Schreiben zu kombinieren. 2016 belegte sie den dritten Platz auf der Shortlist des Krimi-Stipendiums der Mörderischen Schwestern. Von Mareike Albracht sind bei Midnight in der „Ein-Fall-für-Anne-Kirsch“- Reihe erschienen: „Katz und Mord“, „Dornentod“, „Erzähl mir vom Tod“ und nun „Mordskälte“.

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