Suche Mann für meine bessere Hälfte

Oberschledorner Theaterensemble lädt ein zur Aufführung am Samstag

Lustig geht es zu bei den Akteuren in Oberschledorn.

Oberschledorn – Wie man mit einer Rosskur einen eingebildeten Kranken heilen kann und dabei einem listigen Viehhändler einen Denkzettel verpasst, das konnten die Zuschauer am Samstag in der Oberschledorner Schützenhalle sehen. Dort wurde der Dreiakter „Suche Mann für meine bessere Hälfte“ von Beate Irmisch aufgeführt.

Das Theaterensemble entführte den Zuschauer in die gute Stube des Prosselhofes und schon die detailreiche Ausstattung des Bühnenbildes, das unter der Leitung von Alex Grawe entstanden war, gab einen ersten Hinweis auf die Professionalität der Laienschauspielschar. Und professionell war dann auch das, was die Darsteller in gut zwei Stunden Bühnenprogramm darboten und in den vergangenen Monaten unter der Leitung von Monika Padberg-Koert und Michael Rabe einstudiert hatten. Es kam während der Aufführung immer wieder zu Beifallsstürmen. Stefan Wahle brillierte in der Rolle von Max, dem Jungbauer des Hofes, der sich als ausgemachter Hypochonder nach einem belauschten Gespräch, das er auf sich bezieht, dem Tode nahe wähnt und deshalb seine Ehefrau Rosa nach seinem Tod in guten Händen wissen will. 

Und diese Rosa, die von der toll spielenden Conny Steinhausen dargestellt wurde, weiß zunächst kein Mittel, weder gegen ihren Ehemann, der sie schon zu Lebzeiten an einen anderen Mann verschachern will, noch gegen den schmierigen Viehhändler, der es auf sie abgesehen hat. Ewald Austermühl, klasse in der Rolle von Altbauer Franz, verzweifelt fast an der Faulheit seines Sohnes und muss sich zu allem Unglück auch noch mit seiner altjüngferlichen Schwägerin herumschlagen. Aber gemeinsam mit Rosa und der Gemeindeschwester Agathe entwickelt er einen Plan, um den Kranken ein für allemal zu kurieren. 

Wenn alte Scheunen brennen...

Conny Hellwig glänzte hier als resolute und rabiate Heilerin für Mensch und Tier. Eine tolle Besetzung war auch Erika Schumacher in der Rolle der langjährige Magd des Hofes. Wie sie zwischen Naivität und Bauernschläue den Verlauf der Dinge beeinflusst, ist wirklich bühnenreif. Und damit verwirrt sie nicht zuletzt auch den Herrn Pastor Ritzenhof, der mehr an den Gaumenfreuden interessiert ist als an den Seelen seiner Schäfchen und von Martin Battenfeld salbungsvoll dargestellt wurde. Als listiger Viehhändler, der es sowohl auf den Hof wie auch auf die Jungbäuerin abgesehen hat, zeigte Alex Grawe, dass man im Leben am Ende oft genau das bekommt, was man verdient. 

Und wenn Monika Padberg-Koert als altjüngferliche Tante Irmine in Liebe entbrannt tanzend über die Bühne fegt oder wegen des Liebeskummers ihre Gesprächspartner mit der Fleischgabel bedroht, erlebt der Zuschauer, wie gefährlich es sein kann, „wenn alte Scheunen brennen…“. Die Akteure drückten ihrer Rolle den eigenen individuellen Stempel auf und entwickelten eine mitreißende Spielfreude.

Am Samstag, 16. November, um 17 Uhr wird das Stück in der Oberschledorner Schützenhalle letztmalig aufgeführt. Karten gibt es noch an den bekannten Kartenvorverkaufsstellen: 

- Oberschledorn: Lebensmittel Macher, Heidis Blumenparadies, Frisör Haargenau 

- Medebach: Touristikzentrale 

- und an der Abendkasse, Einlass ab 16 Uhr

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