Erste vier Tiere 2020 gesichtet

Rebhühner im EU-Vogelschutzgebiet Medebacher Bucht

Die ersten vier Rebhühner in diesem Jahr in der Medebacher Bucht sind jetzt gesichtet worden.

Medebach/Hallenberg – Seit zwei Jahren kartieren Jäger und Naturschützer die Rebhuhnbestände im Vogelschutzgebiet. In diesem Jahr geht es schon jetzt los: Die ersten vier Rebhühner wurden aktuell von einem aktiven Helfer gemeldet und fotografiert.

In Deutschland sind Rebhühner in vielen Gebieten bereits ausgestorben – wenn überhaupt kommen nur noch Restbestände des früher häufigen Feldvogels vor, so auch in der Medebacher Bucht. Um einen Überblick über die verbliebenen Rebhühner zu erhalten, sollen sie auch in diesem Jahr wieder „verhört“ werden – bevor man sie sieht, hört man sie eher. Ende Februar/Anfang März lösen sich die Ketten auf. Ab jetzt sind die Rebhühner auf Partnersuche: Die Hähne rufen, vertreiben sich gegenseitig und fliegen viel umher, nur so finden sie Rebhennen. 

„Es ist die beste Zeit sich einen Überblick über den Rebhuhnbestand zu machen“, so Alfons Brocke. „Der Revierruf des Männchens ist ein schnarrendes ‘girrhäk’, das man am häufigsten in den frühen Morgen- und Abendstunden hören kann. Kontaktruf ist ein ‘grrriweck’ oder ‘kirrik’. Sowohl Jäger als auch Naturschützer freuen sich über gemeldete Rebhuhnbeobachtungen mit möglichst genauer Ortsangabe: Bei Doppelbeobachtungen erhalten sie somit eine Vorstellung über Reviergrößen und benachbarte Reviere. „Helfen auch Sie mit und melden Sie uns Ihre Rebhuhn-Beobachtungen“, so Brocke weiter. „Ihre Daten können Sie entweder unter Tel. 0152/02873 122 melden oder direkt mit der APP ‘NaturaList’ eingeben, die Sie kostenlos im Play Store ihres Mobiltelefones herunterladen können.“

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