Ein spannendes Jahr

Rückblick auf 2019 beim Neujahrsempfang der Stadt Medebach

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Bürgermeister Grosche mit den Trägern der Ehrennadel der Stadt Medebach, Kerstin Neumann-Schnurbus und Horst Frese.

Medebach - Bürgermeister Thomas Grosche begrüßte zum Neujahrsempfang über 420 Gäste und blickte mit Stolz auf ein ganz besonderes Jubiläumsjahr zurück. In der prall gefüllten Halle der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft ließ er in Wort, Bild und Film die Veranstaltungen, Projekte, Entscheidungen, aber auch einen ausgesprochen harten Schicksalsschlag Revue passieren. Zwei unermüdlichen Aktivposten verlieh er die Ehrennadel der Stadt.

In bewährter Manier sorgte der Musikzug Medebach unter der Leitung von Jörg Harbecke für die musikalische Begleitung. Als Ehrengäste begrüßte Grosche den stellvertretenden Landrat Ferdi Lenze, die Bürgermeister aus den Nachbarstädten Michael Kronauge und Werner Eickler sowie den Ehrenbürgermeister Heinrich Nolte und den Ehrenvorsitzenden des CDU-Kreisverbandes HSK Günter Langen. In den Mittelpunkt rückte Grosche die Großveranstaltungen: Referinghausen und Medebach feierten Geburtstag! Am letzten Maiwochenende ließen die 211 Referinghäuser zum 750. Geburtstag ihr Dorf drei Tage lang hoch leben. Im Beisein von Heimatministerin Ina Scharrenbach wurde dabei auch die NRW-Milchwoche eröffnet. Unter dem Motto „Wir sind Medebach“ wurde in der Kernstadt vom 23. bis 25. August das 875. Wiegenfest bejubelt. „Wir sind bis an die Grenzen unserer Belastbarkeit gegangen“, so Grosche. Damit schloss er die Stadtverwaltung, die Bürgerschaft, die Vereine, das Handwerk, Verbände, Sponsoren und vor allem das Ehrenamt ein. 

Aus der Nachberichterstattung zitierte er Eindrückliches: „Der Zauber dieser Stadt verbürgte dieses Wochenende Vergangenheit mit Zukunft, die Jungen mit den Alten, das Bewährte mit dem Alten.“ Belohnt wurde das Engagement mit unvergessenen, gemeinsamen Momenten auf dem abendlichen Marktplatz und einem Gefühl der Zusammengehörigkeit, die auch auf dem Neujahrsempfang noch greifbar war. Grosche rief das nächste Großevent in Erinnerung, welches sich ohne große Pause ankündigte: Der „König der Könige“ wurde im Rahmen des Bundesschützenfestes vom 13. bis 15. September ermittelt. 

Medebach reihte sich in die Geschichtsschreibung ein: Mit Daniela Kotewitsch von der Schützenbruderschaft St. Hubertus Wamel wurde erstmals eine Bundesschutzenkönigin gekrönt. Insgesamt 20.000 Gäste und 250 Schützenvereine sorgten auch an jenem Wochenende für eine volle Stadt. Sogar Landesvater Erwin Laschet ließ es sich nicht nehmen, in der St. Peter und Paul Kirche eine Ansprache zu halten und ein paar Stunden zu verweilen. Grosche bedankte sich bei der Schützenbruderschaft, insbesondere bei Thomas van Dyck, der mit seinem unermüdlichen Einsatz wesentlich zum Gelingen beigetragen hat.

Jahrelanges Engagement

Sichtlich bewegt wechselte Grosche das Thema: Kurz vor Weihnachten erschütterte ganz Medebach die Nachricht, dass bei Florian Hellwig in Deifeld eine aggressive Form der Leukämie festgestellt wurde. Die ganze Region steht unter Schock und unterstützt die junge Familie. Die von Florian Hellwig erstellte Videobotschaft führte allen klar vor Augen, wie nahe Freud und Leid beieinander liegen (siehe auch Seite 3). Grosche rief eindringlich dazu auf, an der Typisierungsaktion teilzunehmen. Thomas Grosche schaffte es tatsächlich, innerhalb von 2,5 Stunden fast 100 Projekte, Umstände, Planungen, Umsetzungen, Entscheidungen und Personalia im Rahmen des Neujahrsempfangs facettenreich, mit Witz, aber auch notwendigem Ernst vorzustellen und in Erinnerung zu rufen. 

Doch mit dem Anlegen der Bürgermeisterkette kündigte sich ein besonderer Moment des Abends an: Kerstin Neumann-Schnurbus und Horst Frese erhielten für ihr jahrelanges ehrenamtliches Engagement die Ehrennadel der Stadt. Neumann-Schnurbus ist die bis heute jüngste Trägerin der Ehrennadel. Ihr Einsatz für Kindergottesdienste, ihr Wirken im Gesamtvorstand des TuS Medebach oder im Stadtsportverband beziehungsweise Kreissportbund sind über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Besonders ihre lebendigen Stadtführungen und Museumsführungen speziell für Kinder und Schulklassen hinterlassen Eindruck. 

Als ehemaliger Leiter der Natur- und Umweltschutzakademie NRW weiß Horst Frese auch im Unruhestand die Strippen zu ziehen. Seine hervorragende Vernetzung nutzt er bis heute, um Gelder für zahlreiche Projekte anzuschaffen; mit der Vorstellung des damaligen Leader+ Projektes machte Frese eine ganze Region auf europäische Fördergelder aufmerksam, die seit 2001 zu zahlreichen Vorhaben im Bereich touristischer Wertschöpfung, der Heimat- und Kulturpflege sowie der Bildungsarbeit geführt haben. Viele Informationswege, die Aktionen rund um die Pastorenscheune in Düdinghausen oder die länderübergreifende Zusammenarbeit für den Geopark sind nur Beispiele, die seine Handschrift tragen.

Von Robert Trappmann

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