Düdinghauser feiern am Wochenende Freigrafschaftsfest

Sichtbare Geschichte

Der historische Freistuhl erfährt eine überwältigende Resonanz, hier nach der Aufstellung mit Horst Frese (2. v. l.).

„Ein ganz gewaltiges Echo“ und „eine riesige Kooperationsbereitschaft“ erlebte der Heimat- und Verkehrsverein Düdinghausen bisher im Freigrafschaftsjahr, freut sich sein Vorsitzender Horst Frese.

Nun werden noch einmal alle Kräfte für das Freigrafschaftsfest mit dem fünften Holz- und Drechselmarkt am kommenden Wochenende, 31. August und 1. September, gebündelt.

„Das ganze Dorf engagiert sich beim Fest, zum Beispiel mit Theatervorstellungen und bei der Oldie-Traktorenschau, zudem der Projektchor oder der Musikverein“, so der Mitinitiator der Arbeitsgemeinschaft Freigrafschaftsjahr.

Drei geschichtliche Akzente setzen die Aktiven am Samstag – zum einen mit der Einweihung der Erinnerungsstätte für den historischen Freistuhl der Waldecker Grafen für die Freigrafschaft Düdinghausen. „Die Resonanz war überwältigend. Jeder möchte einmal als Freigraf in dem Stuhl sitzen“, sagt Horst Frese schmunzelnd. „Durch solche Aktionen wird die Geschichte in die Dörfer und frisch in die Köpfe der Einwohner gebracht.“

Zum anderen stehen das besagte historische Theaterstück über einen Hexereikonflikt um das Jahr 1600 sowie einen Bildervortrag zur Geschichte der Freigrafschaft an. Erstmalig wird das Radrennen „Strack rupp“ vom Dorf auf den Pön ausgeführt (wir berichteten). Abends gibt es ein Fest auf dem Kirchplatz.

Erwartet werden am Wochenende auch einige Wandergruppen aus den weiteren Dörfern der Arbeitsgemeinschaft Freigrafschaftsjahr: Deifeld, Oberschledorn, Referinghausen, Titmaringhausen, Wissinghausen, Eppe, Hillershausen, Niederschleidern sowie Küstelberg und Usseln. „Das Gemeinschaftsgefühl zwischen den Dörfern wurde extrem gestärkt. Zu den Veranstaltungen waren immer Gruppen aus den benachbarten Orten anwesend. Auf das gemeinsame Feiern freue ich mich auch am Wochenende“, so Frese.

30 Holz-, Drechsel- und weitere Stände

Dazu haben Einheimische und Gäste nicht nur am Samstag, sondern auch am Sonntag Zeit: Dann startet das Markttreiben mit über 30 Holz-, Drechsel- und weiteren Ständen. Zudem sind Landrat Dr. Karl Schneider, der Korbacher Bürgermeister Klaus Friedrich und Fürst Wittekind zu Waldeck und Pyrmont zu Gast.

Auf der Aktionsbühne präsentieren sich Düdinghäuser Originale, Tanzgruppen und Fahrradakrobaten. Die Wanderausstellung zur Freigrafschaftsgeschichte wird in der Dreggestobe geöffnet sein. Das Fest wird neben dem Projektchor und dem Musikverein begleitet durch die mittelalterliche Gruppe Federschrey aus Züschen, „Unser Ziel ‘Geschichte sichtbar machen’ haben wir erreicht. Und das alle gemeinsam“, resümiert Horst Frese.

Das genaue Programm findet sich unter www.freigrafschaft.de (Von Anna Sartorius, a.sartorius@sauerlandkurier.de)

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