Dialog, Freundschaft, Frieden

„Silberhochzeit“: Medebach und Locminé feiern Städtepartnerschaft

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Die Verantwortlichen besiegelten ihre Freundschaft für die kommenden Jahre – hier zu sehen sind die Bürgermeister Thomas Grosche und Grégoire Super sowie Günter Langen, Raymond Laudrin, Hervé Cario und Heinrich Nolte.

Ein guter Grund zu feiern: Im Kolpinghaus in Medebach wurde jetzt 25 Jahre Städtepartnerschaft Medebach – Locminé gebührend gefeiert. Medebachs Bürgermeister Thomas Grosche begrüßte zur Jubiläumsfeier zweisprachig, deutsch und französisch, viele Gäste und besonders die Frauen und Männer der ersten Stunde sowie die Ehrenbürgermeister Günter Langen und Heinrich Nolte.

„Heute ist ein besonderer Abend, wir feiern Silberhochzeit. Sicher gibt es im Laufe des Abends viel zu erzählen, manche Anekdote wird zum Besten gegeben“, begrüßte Bürgermeister Thomas Grosche die Gäste. Die schon lange bestehenden freundschaftlichen Kontakte zwischen den beiden Städten wurden im Jahre 1992 durch eine offizielle Partnerschaftserklärung besiegelt. Die beiden Bürgermeister von damals, Günter Langen und Hervé Cario, lasen noch einmal den Text vom 7. Juni 1992 vor. Es folgte die Begrüßung durch Grégoire Super, aktueller Bürgermeister Locminés: „Diese 25 Jahre waren sehr schöne. Wir haben in diesen Jahren ein solides Netzwerk von Beziehungen aufgebaut. Durch gegenseitige private, aber auch offizielle Besuche, wurden die Kontakte zwischen den Einwohnern unserer beiden Städte enger geknüpft. Medebach hat einen guten Klang bei uns. Medebach – das klingt wie der Name einer treuen und zuverlässigen Freundin.“ 

„Europäische Erfolgsgeschichte“ 

Gereon Fritz, Ehrenpräsident der VDFG (Vereinigung deutsch-französischer Gesellschaften) verglich die Freundschaft mit einer Auster, die nicht geschlossen, sondern weit geöffnet ist. Für ihn war wichtig, dass in den Schulen die Sprache des anderen gelernt werden soll. Gerade der Schüleraustausch sei wichtig mit Blick auf ein gemeinsames Europa. Raymond Laudrin (Präsident Partnerschaftskomitee) ging auf die Weltgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg ein. General de Gaulle und Konrad Adenauer kamen am 8. Juli 1962 in der Kathedrale von Reims zusammen. „Und wir sind zusammengekommen, um die Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland zu besiegeln.“ So kam es 1975 zu der ersten Kontakten mit Medebach – und Schulleiter Georg Nottelmann sorgte für Kontakte zu deutschen Familien. Seitdem hat es Schüleraustausche und gegenseitige Familienbesuche gegeben. 

„Dialog, Freundschaft und Frieden, das ist eine europäische Erfolgsgeschichte“, so Laudrin. Es erfolgte mit der Europahymne die gemeinsame Unterzeichnung des Partnerschaftseides mit Partnerschaftkomitee und Ehrenbürgermeistern. Als Geschenk überreichte Bürgermeister Thomas Grosche einen geteilten Baumstamm mit beiden Städten als Zeichen für die Untrennbarkeit. Auch die französischen Gäste dankten mit Geschenken. Die „Brassination“ sorgte für musikalische Begleitung der Jubiläumsfeier.

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