Stärkung des Nahverkehrs

Präsentierten den neuen Bus: Landrat Dr. Karl Schneider (4.v.l.), die beiden Bürgermeister Werner Eickler (5.v.l.) und Thomas Grosche (2.v.l.) sowie Vertreter der RLG, des Kreises und der Regionale 2013. Fotos: Lars Lenneper

Die Aufrechterhaltung der Mobilität für die Menschen insbesondere im ländlichen Raum ist eine der größten Herausforderungen des demographischen Wandels. Das Regionale-Projekt ",mobil4you" hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit neuen und innovativen Angeboten eben jene Mobilität bestmöglich zu gewährleisten.

Eines dieser konkreten Angebote ist der sogenannte "Medebus" beziehungsweise "WinBus", der ab Montag in Medebach und ab Dienstag in Winterberg seinen Betrieb aufnehmen wird – in der ersten Woche übrigens vollkommen kostenlos.

"Es geht darum, nicht nur einen zusätzlichen Service für die Menschen zu schaffen sondern ein konkretes Angebot auf die Straße zu bringen", erklärte Werner Linnenbrink, stellvertretender Geschäftsführer der Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH (RLG), den Hintergrund des Projektes, das sich wie folgt darstellt:

Der MedeBus ist immer montags, mittwochs und freitags in Medebach unterwegs, der WinBus wechselseitig dann entsprechend dienstags, donnerstags und samstags in Winterberg, jeweils vormittags zwischen 9.30 und 12.30 Uhr und nachmittags zwischen 14.30 Uhr und 17.30 Uhr. In Medebach gibt es vier neue Linien, die aus den Wohngebieten direkt in die Innenstadt führen, in Winterberg verbinden drei neue Linien die Außenbezirke wie etwa Hapimag oder Ferienpark Landal mit dem Zentrum.

Der kleine wendige Bus, der für acht Passagiere Platz bietet, ist mit Schwenktür und Einzelsitzen ausgestattet und soll den Einkauf im Supermarkt, den Besuch beim Arzt oder den Einkaufsbummel erleichtern – insbesondere für ältere Menschen. Von außen ist er durch eine auffällige Gestaltung mit lokalen Motiven (etwa Medebacher Rathaus oder Winterberger Oversum) gut zu erkennen. Das Angebot wird voraussichtlich ab Mitte Februar zudem noch durch einen geräuschlosen Elektro-Bus ergänzt.

Als "Zeichen intensiver Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs im HSK" bezeichnete Landrat Dr. Karl Schneider die Investition, die sich auf 470.000 Euro Gesamtvolumen beläuft, wovon der Kreis alleine 350.000 Euro trägt. Es sei vor dem Hintergrund des demographischen Wandels unerlässlich, den ÖPNV nachhaltig attraktiver zu gestalten. Darum sei das Angebot zugleich auch Aufforderung an die Menschen, es zu nutzen.

Dass der Erfolg des zunächst auf vier Jahre ausgelegten Projektes im Wesentlichen von der Resonanz der Bevölkerung abhängig ist, unterstrichen auch die Bürgermeister Thomas Grosche und Werner Eickler, denen die Stärkung des ÖPNV am Herzen liegt. "Das Angebot ist jetzt geschaffen, nun geht es darum, wie es von der Bevölkerung angenommen wird".

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