Sportplatz in einer Mondlandschaft

In Titmaringhausen wird von Freitag bis Sonntag gefeiert

In Titmaringhausen wird gefeiert.

Titmaringhausen – „Herr Lange, in dieser Mondlandschaft wollen Sie einen Sportplatz bauen?“ Kopfschüttelnd standen die Kommissionsmitglieder des Landessportbundes 1962 mit dem 1. Vorsitzenden des SV Rot-Weiß Titmaringhausen in einer sumpfigen Wiese auf dem sogenannten „Laddeckenbläck hinter Jakobs Twengwiese“.

Der Bach „Grundwasser“ lief in Windungen quer durch das Gelände, „Laddecken“, Dornenbüsche, Erlen und Weiden wuchsen mit Brennnesseln um die Wette und die Tiere standen knöcheltief im Matsch. Doch für Werner Lange und seine Mitstreiter, von denen seine Vorstandskollegen Lorenz Peters und Franz-Josef Große stellvertretend genannt werden müssen, war das alles kein Hindernis. Einige Jahre zuvor hatte man schon die Kirche über den Bachlauf der Wilden Aa gebaut, da sollte das brave Grundwasser doch wohl kein Problem sein. Nachdem die Kommission ihre Zustimmung zögernd gegeben hatte, rollte schweres Geschütz an: Die Straßenbaufirma Pollmann aus Neubeckum, deren Chef Jagdpächter in Titmaringhausen war und die gerade mit dem Wirtschaftswegebau im Ort beschäftigt war, kam den Titmaringhäusern hierzu sehr gelegen. Nachdem das Gelände von Gestrüpp befreit war, stellte Pollmann seine Geräte zur Verfügung. 

Tepels Opa Josef säte den Platz ein 

Nach dem Einbringen von Drainagen und der Verrohrung des Bachlaufes begannen die Fahrer der Firma mit dem Planieren des Geländes und Tepels Opa Josef säte den Platz ein, nachdem Lehrer Franz Peter mit den Schulkindern der kleinen Volksschule die Steine abgelesen hatte. Am 21. Juni 1964 ging es los: Mit einem Sportfest wurde der Sportplatz feierlich eingeweiht. Auf alten Bildern ist zu sehen, wie Hunderte von Gästen und Zuschauern erst den Festzug und dann das Eröffnungsspiel verfolgten. Zahlen, von denen heute viele hiesige Fußballvereine nur träumen können. 

Werner Lange kam zu besonderen Ehren 

Werner Lange kam 1995 zum 50-jährigen Vereinsjubiläum zu besonderen Ehren. Das Dorf benannte schon zu seinen Lebzeiten sein geliebtes Stadion offiziell in „Werner-Lange-Stadion“ um. Am kommenden Freitag, 21. Juni, jährt sich das Ereignis der Einweihung mittlerweile schon zum 55. Mal und wie es der Zufall will, fällt dieser Tag auf das diesjährige Sportfest vom 21. bis 23. Juni, an dem Titmaringhausen wieder auf zahlreiche Gäste hofft.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare