Erfolgreiche Suche nach der Nadel im Heuhaufen

Frohe Botschaft: Wohl Stammzellenspender für zwei krebskranke Sauerländer gefunden

Für Florian Hellwig und Katharina Schmidt gibt es neue Hoffnung: Es wurden offenbar passende Stammzellenspender gefunden.

Medebach - Die Typisierungsaktion für zwei an Leukämie erkrankte Menschen aus dem Sauerland, die Ende Januar in Medebach stattfand, war angesichts von 2700 registrierten neuen Knochenmarkspendern nicht nur für die DKMS ein voller Erfolg. Die Suche nach den Nadeln im Heuhaufen war erfolgreich: Für beide Erkrankten wurden offenbar passende Spender gefunden.

Eine wundervollere Nachricht hätte es nicht geben können - sowohl für Florian Hellwig aus Deifeld und Katharina Schmidt aus Brilon-Wals als auch für die vielen Menschen, die sich an der Typisierungsaktion in der Schützenhalle in Medebach beteiligt haben: "Wir haben soeben die Rückmeldung erhalten, dass für Kathy und Florian in den vergangenen Tagen passende Spender gefunden wurden!", heißt es auf der Facebook-Seite "Deifeld & Wissinghausen", über die auch viel Werbung für die Typisierungsaktion gemacht wurde. 

Damit besteht tatsächlich die Möglichkeit, dass der an akuter Myeloischer Leukämie erkrankte Familienvater aus Medebach-Deifeld sowie die von akuter lymphatischer Leukämie betroffene junge Mutter aus Brilon-Wald jeweils einen oder eine Lebensretter(in) gefunden haben. Beide haben nur durch eine passende Stammzellenspende die Chance, den Krebs zu besiegen. 

Bei der Typisierung in Medebach registrierten sich rund 2700 Menschen als pozenzielle Stammzellenspender.

Typisierung in Medebach: 180.000 Euro Spenden gesammelt

Dem Aufruf zur Typisierungsaktion in der Medebacher Schützenhalle folgten wahre Menschenmassen: Am Ende schätzten die DKMS-Helfer, dass sich rund 2700 Menschen registriert haben - eine selbst für die erfahrenen Personen unglaubliche Zahl. 

DKMS-Typisierungsaktion in Medebach

Doch war diese Veranstaltung nicht nur angesichts der vielen neuen potenziellen Stamzellenspender ein voller Erfolg: Wie auf der Facebook-Seite "Deifeld & Wissinghausen" zu lesen ist, sei "in den vergangenen 7 Wochen eine Spendensumme von sage und schreibe ca. 180.000 Euro" generiert worden - "Geld, welches Leben retten wird!", heißt es dort. Die Betreiber der Seite bedanken sich bei jedem einzelnen Spender und Helfer: "Ohne euch wäre dieser wohl einmalige Erfolg nicht möglich gewesen!" 

Auch wenn die beiden Sauerländer nun darauf hoffen dürfen, mit der Stammzellenspende den Krebs besiegen zu können, gibt es in Deutschland und weltweit viele andere Menschen, die noch auf eine Spende angewiesen sind. Dabei erhöht jeder registrierte Spender die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Lebensretter zu finden. Die nächste Möglichkeit im Sauerland, sich als Knochenmarkspender registrieren zu lassen, besteht am Samstag, 14. März, von 13 bis 17 Uhr im Rahmen des Baby- und Kinderbasars im Hubertussaal der Schützenhalle in Brilon-Hoppecke.

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