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Verhaltensregeln helfen, Schulunfälle zu vermeiden

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Die Oberschledorner Konrad-Martin-Grundschule ist für ihre niedrigen Unfallzahlen vom Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe ausgezeichnet worden. Im Bild: die vierte Klasse der Grundschule mit Schulleiter Gerhard Schnellen, Klaus Grundmann vom GUVV und Ernst Soboll von der Stadt Medebach. Foto: Julia Tielke
Die Oberschledorner Konrad-Martin-Grundschule ist für ihre niedrigen Unfallzahlen vom Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe ausgezeichnet worden. Im Bild: die vierte Klasse der Grundschule mit Schulleiter Gerhard Schnellen, Klaus Grundmann vom GUVV und Ernst Soboll von der Stadt Medebach. Foto: Julia Tielke

Grundschule Oberschledorn ausgezeichnet — Kaum Unfälle

Oberschledorn. (jti)

Auf Pausenhöfen, im Sportunterricht und auf dem Schulweg passieren Schülern die meisten Unfälle. 12302 Grundschüler an 84 Schulen gibt es im HSK. 9,6 Prozent von ihnen ist im vergangenen Jahr ein Unfall passiert. Viel besser ist die Quote an der Konrad-Martin-Grundschule in Oberschledorn. Hier lag die Unfallquote bei nur 2,3 Prozent. Da dies die niedrigste Zahl im HSK ist, wurde die Schule am Donnerstag vom Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe ausgezeichnet. "Über 90 Prozent der Unfälle passieren durch das Verhalten der Schüler", erklärt Klaus Grundmann vom GUVV. Dem kann Schulleiter Gerd Schnellen nur beipflichten: "Unsere Schule ist klein und überschaubar. Jede Lehrperson kennt jedes Kind, alle Kinder kennen die fünf Lehrer. Wenn Schüler merken, dass man ihren Sorgen und Problemen nachgeht, sind sie zufriedener und weniger aggressiv. Ausgeglichene Kinder verursachen und erleiden in der Regel auch weniger Unfälle".

Außerdem gibt es an der Konrad-Martin-Grundschule ganz klare Verhaltensregeln. Die Kinder stellen sich morgens vor dem Betreten der Schule nach Klassen auf und es darf nur langsam gegangen und nicht gerannt werden. Auch für das Verhalten im und am Schulbus, auf dem Schulhof sowie für den Sportunterricht gibt es klare Gesetze, die die Kinder auch weitestgehend einhalten.

"In diesem Alter sind die Kinder noch formbar. Außerdem übernehmen die älteren Schüler Patenschaften über die Erstklässler, so können sich die Kinder schnell die Verhaltensregeln voneinander abschauen. Diese Übertragung kleiner Verantwortungen ist ebenso hilfreich wie die Verhaltensregeln", so Gerd Schnellen.

Zum Schulbeginn Zeichen setzen

Als Präsent überreichte Klaus Grundmann den Schülern eine "Move-it-Box" — konzipiert von der Deutschen Verkehrswacht — sie enthält zahlreiche Bewegungsspiele mit denen Kinder ihre Teamfähigkeit, Geschicklichkeit, Korrdinationsfähigkeit und vieles mehr trainieren können. Außerdem gab es einen Satz kindgerechte Sicherheitswesten für die Fahrradausbildung.

Mit dieser Aktion will die GUVV ein zum Schuljahresbeginn ein Zeichen setzen und für das Thema Unfallgeschehen sensibel machen. Selbstverständlich werden die Schulen mit einem hohen Unfallaufkommen besonders beraten.

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