Förderbescheide für KUMA-Projekt sind bewilligt

Die Vermittlung von Kunst

Ferdinand Aßhoff, Abteilungsdirektor bei der Bezirksregierung (rechts), überreichte Thomas Grosche die Bescheide.

Die heiß ersehnten Förderbescheide für das Oberschledorner Projekt KUMA sind jetzt bewilligt und übergeben worden.

Rund 300.000 Euro stellt die Bezirksregierung Arnsberg den Projektverantwortlichen von Oberschledorn Aktiv um ihren Ersten Vorsitzenden Dieter Krevet sowie der Stadt Medebach zur Verfügung, um ihr Großprojekt zu realisieren. „Wir sind sehr froh über die Entwicklung. Nun aber beginnt die Arbeit erst richtig“, sagt Projektleiter Willi Dessel.

Denn die klugen Köpfe hinter dem Projekt KUMA, das vor Kurzem mit dem dritten Regionale-Stern ausgezeichnet wurde, haben viel vor. Etwa 780.000 Euro sollen investiert werden, um das dreigliedrige Projekt bis zum Jahr 2015 zu bewerkstelligen. Neben den 300.000 Euro der Bezirksregierung wird dieses durch avisierte Fördermittel aus dem Leader-Topf (etwa 75.000 Euro), anderweitigen Zuschüssen sowie einem Eigenanteil der Stadt Medebach (etwa 250.000 Euro) finanziert. Los geht es nun erst einmal – nach internen Besprechungen wahrscheinlich schon in der kommenden Woche – mit dem ersten Baustein, der Errichtung des außerschulischen Lernorts mit Kunstschule in der ehemaligen Geschäftsstelle der Volksbank Bigge-Lenne.

Hier soll ein Ort entstehen, in dem sowohl der jüngeren als auch der älteren Generation Kunst, Kultur, Musik, Malen durch verschiedene Kurse nähergebracht werden soll. „Die Grundschulen in Oberschledorn und Medebach, die von Anfang an im Boot waren, sollen so schnell wie möglich hier lernen können; wir hoffen, dass wir den Umbau bis Weihnachten abgeschlossen haben.“ Es folgen die zwei weiteren Bausteine: das leerstehende Haus Bonacker in ein Museum umzuwandeln und letztendlich eine Dorfplatzgestaltung im Bereich der KUMA-Gebäude.

Viele helfende Hände werden gesucht

Ein „normales“ Museum soll das in Oberschledorn allerdings nicht werden. „Die Ausstellung ist nicht ‘verstaubt’, ganz im Gegenteil. Die Besucher sollen Kunst aktiv erleben“, erklärt Willi Dessel. Alle Generationen werden angesprochen, zudem sowohl Einheimische als auch Touristen. Grundlage für die Dauerausstellung ist ein „unheimlicher Fundus an Exponaten der Kirchenmalerfamilie Bergenthal“, so Dessel.

Über einige Jahre hinweg wurde die Geschichte der Bergenthals professionell aufgearbeitet, diese umfasst unter anderem Ölgemälde, Aquarelle, Skizzen und Entwürfe zu Altar-, Wand- und Deckenmalerei. „Die Kunst in einem kleinen Ort im Sauerland durchzusetzen war nicht ganz einfach. Um unser Projekt abschließen zu können, mussten und müssen wir sehr viel selbst leisten. Nun hoffen wir auf viele Mitstreiter und helfende Hände.“ (Von Anna Sartorius, a.sartorius@sauerlandkurier.de)

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