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Wolfgang Clement zu Gast beim Kolping-Gedenktag in Medebach

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Das Ehepaar Clement hat sich im Beisein von Bürgermeister Grosche in das Goldene Buch eingetragen.

Medebach. Der Kolping-Gedenktag genau zum 150. Todestag des Gesellenvaters Adolph Kolping lief etwas anders als üblich. Kein geringerer als der Ex-Ministerpräsident von NRW und Bundeswirtschaftsminister, Wolfgang Clement, war zu Gast in der Geburtsstadt seiner Großeltern und zeigt sich beeindruckt beim Rundgang durch die Hansestadt einschließlich des Ferienparks, für den er 1992 die Grundsteinlegung getätigt hatte.

Im Kolpinghaussaal trug er sich dann mit seiner Gattin erneut in das neue Goldene Buch der Stadt ein und wurde von Bürgermeister Thomas Grosche begrüßt. Wolfgang Clement sagte, dass er gerne der Einladung der Kolpingsfamilie gefolgt sei und sich besonders darüber freue, die ehemaligen Weggefährten der Stadt und des Landtages NRW – Ehrenbürgermeister Günter Langen und Ex-Stadtdirektor Heinrich Nolte – gesund und munter wieder zu sehen. In seinem Referat sowie auch in der anschließenden Diskussion fand er deutliche Worte zur jetzigen Situation in Deutschland und in Europa. Der Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus für Europa und weiter darüber hinaus müsse gleichsam einem Kampf gegen die Barbaren Einhalt geboten werden und dies könne nur gemeinsam mit den USA und mit Russland gelingen. Er bekräftigte, dass die Konfliktlösungen nur von den arabischen Ländern selbst und nicht von außerhalb geregelt und gelöst werden können. 

Große Aufgabe und Chance

Wir Europäer müssen nach seiner Meinung Verantwortung übernehmen, um die Sicherheit für das Leben in Europa und in den Krisenländern zu gewährleisten. Dies gehe allerdings nur mit den USA. Europa funktioniere nicht mehr selbstverständlich. Es drohe auseinanderzubrechen. Zur Flüchtlingssituation führte Clement aus, dass es jetzt ganz wichtig sei, die Menschen zu unterrichten, auszubilden und in Arbeit zu bringen. Darin sieht er eine große Aufgabe und auch eine Chance um die deutsche Wirt-schaftskraft, die immer noch als die weltweit Stärkste gelte, auf Dauer zu erhalten. Deutliche Worte fand er auch zum Bildungssystem mit zurzeit jährlich rund 45.000 Menschen ohne jeden Schulabschluss. Er forderte dazu die flächendeckende Einführung der Ganztagsschule und der Kitas mit Lernstufen. Zur Klima-Politik gibt es nach seiner Meinung nur die eine Lösung: die Einführung einer Emissions-Besteuerung. In einer regen Aussprache wurden die Argumente für den Bereich des Schul- und Bildungssystems vertieft.

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