FH Südwestfalen blickt auf halbes Jahrhundert zurück

Von 35 auf 4.387 Studenten

Dr.-Ing. Jochen F. Kirchhoff (l.) überreichte die Preise für herausragende Leistungen an Andreas Mester, Jan-Lucas Kerkenberg und Thorsten Vogt (v.r.). Foto: Andre Sonntag

Zum Jahresempfang an der Fachhochschule Meschede begrüßte Präsident Prof. Dr. Ing. Claus Schuster in der vergangenen Woche zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde zum 16. Mal der Dr. Kirchhoff-Preis an drei herausragende Absolventen durch den Ehrensenator Dr. Ing. Jochen F. Kirchhoff überreicht.

Zu Beginn blickte Claus Schuster anlässlich des diesjährigen Jubiläums „50 Jahre Studieren in Meschede und Soest“ auf das vergangene halbe Jahrhundert zurück – von den Anfängen mit 35 Studenten am 1. Oktober 1964 mit dem Unterricht in den Bereichen „Maschinenbau und Konstruktionstechnik“ bis hin zu insgesamt 4.387 Studenten einschließlich der neu zum Wintersemester 2013/14 Eingeschriebenen. Vieles hat sich in der Zeit natürlich verändert, doch eins war immer gleich: die Studiengruppen sind stets klein geblieben und die persönliche Betreuung ist nach wie vor ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl der Fachhochschule.

Mittlerweile hat sich natürlich auch die Auswahl des Studienangebotes geändert. Neben Agrar-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften wird sogar Frühpädagogik angeboten. Auch das duale Studium hat sich an der Fachhochschule etabliert und feiert 2014 ebenfalls mit zehn Jahren ein kleines Jubiläum – und durch kooperierende Bildungsträger ist sogar ein Studium in Barcelona möglich. Das Jubiläum wird das ganze Jahr hindurch mit verschiedenen Veranstaltungen gefeiert.

Dr. Kirchhoff-Preis mit 1500 Euro dotiert

Beim Jahresempfang standen allerdings die drei Preisträger des Dr. Kirchhoff-Preises im Vordergrund. Der Verband der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen e.V. stiftet jährlich in Würdigung der Verdienste von Dr. Ing. Jochen F. Kirchhoff für die nordrhein-westfälische Metall- und Elektro-Industrie den „Dr. Kirchhoff-Preis“. Er wird einmal im Jahr an der Fachhochschule Südwestfalen vergeben. Preisträger sind stets Absolventen, die in ihrer Studienabschlussarbeit hervorragende Leistungen erbracht haben. Die Abschlussarbeiten sollen in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen durchgeführt und praxistauglich sein.

In diesem Jahr geht der mit jeweils 1.500 Euro dotierte Preis an Thorsten Vogt, Andreas Mester und Jan-Lucas Kerkenberg. Thorsten Vogt, der am Standort Soest sein Studium absolvierte, beschäftigte sich in seiner Abschlussarbeit mit dem Thema „Entwicklung einer Regelung für Hochleistungs-Netzsimulatoren“. Der Mescheder Student Andreas Mester erhielt die besondere Auszeichnung für die „Optimierung eines Reinigungsprozesses für CVT-Komponenten“ und Jan-Lucas Kerkenberg vom Standort Hagen für die Abschlussarbeit mit dem Thema „Wertstromoptimierung für Zukaufteile der Vaillant Group“. „Ich bin davon begeistert, was Studierende in der kurzen Zeit ihrer Ausbildung alles lernen“, bilanzierte Kichhoff bei seiner Laudatio und gab dabei den jungen Absolventen einen guten Rat mit auf den Weg: „Arbeit ist wichtig, doch öffnen Sie auch ihre Augen für Politik und Kultur in unserem Lande.“

Musikalisch umrahmt wurde der Empfang vom Jugendkonzertchor Dortmund. (Von Andre Sonntag, meschede@sauerlandkurier.de)

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