"Prävention ist wichtiger denn je"

Welt-Aids-Tag: Gesundheitsamt informiert morgen in Meschede

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Hubertus Martin verantwortet im Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises die Aidsprävention und wird in Meschede anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember unter anderem auf dem Wochenmarkt mit einem Info-Stand vertreten sein. Informationen wird es am gleichen Tag auch in der „OT Meschede“ geben.

Meschede/Hochsauerland. Anlässlich des Welt-Aids-Tages, der immer am 1. Dezember begangen wird, wird die Aids-Beratung des Gesundheitsamtes am morgigen Freitag, 1. Dezember, auf dem Wochenmarkt in Meschede mit einem Informationsstand von 9 Uhr bis 13 Uhr vertreten sein. Dort wird sie der Öffentlichkeit Gelegenheit bieten, sich gezielt über Ansteckungsrisiken, Schutz- und Testmöglichkeiten zu informieren.

Für Schüler besteht die Möglichkeit, sich am gleichen Tag ab 18 Uhr in den Räumlichkeiten der Mescheder Jugendfreizeitstätte „Offene Tür“ Meschede über das Thema HIV/AIDS zu informieren. Hierbei steht neben der AIDS-Beratung auch ein HIV-Betroffener für Gespräche bereit. „Besonders in der heutigen Zeit, in denen HIV/AIDS weniger Beachtung in der Öffentlichkeit erfährt als noch vor einigen Jahren, ist Prävention und Information wichtiger denn je“, sagt Hubertus Martin, Aids-Berater am Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises.

Dies belegen auch aktuelle Zahlen vom Robert-Koch-Institut. Im Jahr 2016 sind dort deutschlandweit insgesamt 3.419 gesicherte Neudiagnosen gemeldet worden, davon 766 aus Nordrhein-Westfalen. „Bei einer frühzeitig festgestellten Infektion bestehen in der heutigen Zeit sehr gute Behandlungsmöglichkeiten, eine Heilung ist aber weiterhin noch nicht möglich. Daher möchten wir alle, die Fragen zu HIV haben, ermuntern, die kostenlose, anonyme und vertrauliche Beratung im Gesundheitsamt des Hochsauerlandes in Anspruch zu nehmen“, so Martin weiter.

"Irrationale Ängste vor Ansteckung"

Angst vor Diskriminierung ist einer der wesentlichen Faktoren, warum Menschen nicht zum HIV-Test gehen. „In vielen gesellschaftlichen Bereichen sind noch irrationale Ängste vor Ansteckung zu beobachten, die zu Diskriminierung von Menschen mit HIV führen“, erläutert Martin. Auch hier ist die AIDS-Beratung des Gesundheitsamtes unterstützend tätig. Sie bietet Beratung an für Arbeitgeber und Beschäftigte, die Umgang mit Kolleginnen und Kollegen haben, die von HIV betroffen sind. Die Beratung richtet sich auch an Menschen, die im Gesundheitswesen tätig sind sowie an Personen, die unsicher im Umgang mit HIV-positiven Menschen sind.

Info: Für weitere Fragen zu Beratungs- und Testangeboten zum Thema HIV/AIDS steht die Aids-Beratung des HSK unter ☎ 02 91/94 47 11 oder per Mail unter fsg@hochsauerlandkreis.de zur Verfügung.

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