Kippenresten den Kampf angesagt

Aktion „Fill the bottle“: Engagierte Mescheder wollen ihre Stadt sauber halten

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Michael und Michaela Babilon sowie Friedrich Heemeyer (von links) haben den Kippenresten mit der Aktion „Fill the bottle“ den Kampf angesagt.

Meschede – „Kippen anzünden – Kippen rauchen – Kippen wegschmeißen“ – tausendfach gesehen in jedem Ort in Deutschland. In Meschede wird diesem Kreislauf allerdings jetzt der Kampf angesagt. Hier heißt es: Schutzhandschuhe anziehen, Kippen aufheben, diese in eine leere Flasche stecken und entsorgen. „Fill the bottle“ (deutsch: „Füll die Flasche“), so nennt sich die Aktion, die auf die große Belastung der Umwelt durch weggeworfene Zigaretten aufmerksam machen will.

Auf diese Weise motiviert sammeln seit einigen Wochen engagierte Mescheder Bürger im Stadtzentrum von Meschede Kippen: inzwischen sind rund 22 Flaschen gefüllt, das entspricht etwa 15.000 Kippen: das giftige Überbleibsel von 750 Zigarettenschachteln. Das Anliegen der Gruppe ist es nach eigenen Angaben, Raucher sowie die Stadtverwaltung für ein gemeinsames Anliegen zu gewinnen: Eine saubere Stadt und eine geschützte Umwelt.

4800 Chemikalien in der Kippe

„In jeder Kippe sind zirka 4.800 Chemikalien sowie 250 Giftstoffe nachweisbar. Fakt ist, dass neben einer persönlichen Gesundheitsgefährdung insbesondere Wasser und Boden vergiftet werden – eine Kippe verunreinigt etwa 40 Liter Wasser. Es lohnt sich also über eine wirksame Vermeidung und sachgerechte Entsorgung nachzudenken“, erklärt die Gruppe rund um Jutta und Friedrich Heemeyer ihr Ansinnen. 

Die Dringlichkeit des Problems deutlich machen

Nach der überwältigenden Resonanz eines ersten Informationsstandes auf dem Wochenmarkt ist eine weitere Präsenz der Initiativgruppe am Freitag, 13. Dezember, an derselben Stelle geplant. Hier können Informationen ausgetauscht werden, Ideen zur Lösung des Problems ihren Platz finden und durch Unterschriften die Dringlichkeit des Problems in der Stadt deutlich gemacht werden. Damit aus „Fill the bottle“ ein Erfolgsschritt in Richtung Sauberkeit und Nachhaltigkeit wird und es fortan heißt: „Kippen sachgerecht entsorgen – Kippen sammeln – Kippen recyceln.“

Inzwischen sind rund 22 Flaschen gefüllt, das entspricht etwa 15.000 Kippen.

Treffen und Kontakt 

Das nächste Treffen der Initiativgruppe findet am Mittwoch, 15 .Januar 2020, 18 Uhr im Wiebelhaus statt. Ansprechpartner sind Jutta und Friedrich Heemeyer, fj.heemeyer@gmx.de

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