Meschederin kämpft sich auf Platz 1

Alexandra Föster gewinnt Gold bei der U19 Ruder-WM

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Beim Empfang in Meschede wurde die frisch gebackene Goldmedaillengewinnerin gebührend gefeiert. Mit ihr freut sich Trainer Sebastian Kleinsorgen.

Meschede/Tokio. Mit einem großen „Bahnhof“ wurde sie in Meschede gebührend empfangen, die neue U19-Junioren-Weltmeisterin im Rudern. Die 17-jährige Alexandra Föster vom RC Meschede hatte sich in Japan erfolgreich im Finale mit einem Vorsprung von sechs Sekunden gegen ihre starken Gegnerinnen aus den Niederlanden und den Vereinigten Staaten von Amerika durchgesetzt.

„Ich habe mich nach dem Finale sowas von gut gefühlt und war total glücklich. Den ersten Platz hatte ich nicht erwartet“, freute sich die frisch gebackene U19-Junioren-Weltmeisterin über ihre Goldmedaille im Rudern.

Mit 60 Athletinnen und Athleten und mit 20 Betreuern war der deutsche Ruderverband in der Zeit vom 7. bis zum 11. August nach Tokio gereist, um auf der neuen Regattastrecke in Japan Bestleistungen zu zeigen. Als eine von wenigen Nationen hatte der Verband sich bei der U19-Junioren-Weltmeisterschaft für alle Bootsklassen gemeldet.

Trainingslager in Berlin 

„In den vier Wochen im Trainingslager in Berlin-Grünau konnten wir uns optimal auf die klimatischen Bedingungen in Japan vorbereiten. Wir haben täglich zwei- bis dreimal trainiert, davon in extra aufgebauten Klimakammern. Das hat uns die Situation in Tokio erleichtert. Das Wetter dort war warm und windig bei einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit“, so Alexandra Föster.

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase und der Auftaktveranstaltung in der japanischen Hauptstadt startete die Weltmeisterschaft am Mittwoch, 7. August, mit den Vorläufen. Die Meschederin ging im Einer auf der für die olympischen und paralympischen Spiele 2020 angelegten Regattastrecke – eine der wenigen Salzwasserstrecken weltweit – an den Start. Trotz schwieriger Bedingungen mit starkem Seitenwind, unangenehmen kurzen Wellen und starker Sonneneinstrahlung kam die junge Ruderin gut mit den Gegebenheiten zurecht, sicherte sich direkt hiner der Amerikanerin Katelin Gildersleeve den Einzug ins Halbfinale am Samstag, 10. August.

Alexandra Föster aus Meschede erkämpft sich bei der Junioren Ruder Weltmeisterschaft in Tokio die Goldmedaille im Einer.


Dort zeigte der Schützling von Trainer Sebastian Kleinsorgen dann auch gleich wieder, dass sie zur Weltspitze in der U19 gehört. Gemeinsam mit der Niederländerin Isabel van Opzeeland führte sie im gesamten Rennverlauf die Spitze an, sicherte sich so auf Platz zwei den Einzug ins A-Finale.

Vorsprung von über sechs Sekunden 

Spannend wurde es dann im abschließenden Finalrennen. Alexandra Föster gelang zwar der beste Start, aber die starke Konkurrentin aus den Niederlanden ließ nicht locker und ging nach wenigen Metern in Führung. Gefolgt von der US-Amerikanerin konterte die junge Athletin aus Meschede jedoch erfolgreich, setzte sich Meter für Meter von ihrem Verfolgerfeld ab. Am Ende überquerte sie als erste Ruderin die Ziellinie mit einem Vorsprung von über sechs Sekunden, gefolgt von der Russin Anastasiia Liubich, die sich in einem starken Rennen von Platz fünf auf Platz zwei vorgekämpft hatte. Nach dem Weltmeistertitel im Indoor Rudern im Februar diesen Jahres gewann Alexander Föster vom RC Meschede somit die zweite Goldmedaille bei einer Weltmeisterschaft.

Der gebürtige Mescheder Matthias Ungemach, der ebenfalls seine Ruderkarriere beim RC Meschede begann und mittlerweile in Australien lebt und dort Junioren trainiert, war mit einem Teil seiner Familie vor Ort. Angereist als Trainer eines australischen Bootes, zählten er und seine Frau Judith zu die ersten Gratulanten. „Das ganze hat viel Kraft gekostet, aber auch enorm viel Spaß gemacht. Ich will auf jeden Fall weitermachen und im nächsten Jahr im Einer in Bled in Slowenien den Titel verteidigen“, lautete das abschließende Fazit Alexandra Föster.

Insgesamt haben die Athleten des deutschen Ruderverbandes bei der Junioren Weltmeisterschaft in Tokio zwölf von insgesamt 14 möglichen Medaillen gewonnnen: 5x Gold, 3x Silber und 4x Bronze. Damit steht Deutschland im Medaillenspiegel auf Platz eins.

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