"Alle Potenziale nutzen"

Ulli Hess (v.l.), Volker Arens und Dirk Glaser stellten Chancen für Meschede vor. Foto: Andre Sonntag

Beim Jahresempfang der Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft und der Stadt Meschede am Freitagabend in der Stadthalle begrüßte Volker Arens, seit 2010 IMW-Vorsitzender, die Gäste aus Politik und Wirtschaft zu einer Diskussionsrunde zur "allgemeinen Stimmung" in der Kreisstadt und die sich bietende Chancen aus dem Projekt "Regionale 2013".

In seiner Begrüßung stellte Arens hervor, dass die Grundstimmung in Meschede positiv sei, aber in Zeiten des demografischen Wandels auch für Nachhaltigkeit im Bezug auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte gesorgt werden müsse. Daher sei es dem IMW ein Anliegen, in diesem Jahr verstärkt auf das Thema "Ausbildung in Meschede" einzuwirken und die "Ausbildung für den eigenen Bedarf" zu optimieren. "Meschede ist auch Hochschulstandort", so Arens, doch das sei den meisten viel zu wenig bewusst. Weiter dankte er seinem Vorgänger und jetzigen IMW-Ehrenvorsitzenden Hans Hohmann für seine geleistete Arbeit in den vergangenen neun Jahren. "Mit viel Tatkraft, materieller und finanzieller Unterstützung hat er die IMW aufgebaut und geführt", lobte Arens dessen Pionierarbeit. Neben vielen Chancen, die für Meschede in den nächsten Jahren vorhanden sind, dürfte man allerdings auch die Risiken nicht unterschätzen. Neben der Schließung des Hertie-Kaufhauses sei natürlich auch die Honsel-Insolvenz ein bestimmendes Thema. Doch wie es sich abzeichne, könnte zum Weihnachtsgeschäft 2011 in die leerstehenden Räume des ehemaligen Kaufhauses wieder "neues modernes Leben eingehaucht worden sein", blickte er voraus. Um die allgemeine Stimmung in der Kreisstadt zu eruieren und die Chancen, welche die "Regionale 2013" für Meschede bietet, weiter darzustellen, dazu diente eine Podiumsdiskussion, die vom ehemaligen Fernsehmoderator vom WDR und seit 2008 Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur Dirk Glaser geleitet wurde. In drei Gesprächsrunden, an denen sowohl Vertreter aus der heimischen Politik als auch Experten aus der Wirtschaft sowie Mescheder Unternehmer teilnahmen, durchleuchtete man das Kernthema der Regionale für Meschede wissenwasserwandel@meschede.de - eine Hochschulstadt im Fluss. Fleischermeister Frank Kutsche, sieht optimistisch in die Zukunft: "Man darf nicht an allem rumkritisieren, man muss Chancen die sich ergeben einfach nutzen", so Kutsche, der durch eine Attraktivierung der Mescheder Innenstadt auch positive Effekte für die umliegenden Dörfer und Gemeinden sieht. Bürgermeister Ulli Hess schloss den offiziellen Teil der Veranstaltung mit den Gedanken: "Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, geh zusammen mit anderen." Nun sei es an der Zeit, parteiübergreifend eine geschlossene Einheit darzustellen, um gemeinsam alle Potenziale der Kreisstadt zu nutzen", appellierte er.

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