Mühlentag mit Mehrwert

Altes Handwerk erwacht in Calle und Remblinghausen zu neuem Leben

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Der Deutsche Mühlentag lockte Pfingstmontag wieder zahlreiche Besucher nach Remblinghausen.

Remblinghausen/Calle - Altes Handwerk traditionell erleben, das konnten die zahlreichen Besucher auf Pfingstmontag in Remblinghausen und in Calle.

Auf dem deutschen Mühlentag lockte die „Alte Sägemühle“, die bis weit über die Grenzen als Kulturdenkmal bekannt ist, viele Holz- und Mühlenfreunde aus dem Ort selbst und seinen umliegenden Dörfern nach Remblinghausen. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen präsentierte sich die Sägemühle, deren Wurzeln bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen und die 1987 unter Denkmalschutz gestellt wurde, wieder von ihrer feinsten Seite. Jung und Alt, Groß und Klein war von den technischen Einrichtungen in Aktion gleichermaßen begeistert. 

Das alte Kulturdenkmal im Herzen des Sauerlandes, das durch seine Einmaligkeit in Westfalen-Lippe besticht, ließ dabei außergewöhnliche Einblicke in längst vergangene Lebens- und Arbeitswelten zu. In ausführlichen Vorführungen präsentierten die engagierten und aktiven Herren des Sägemühlenvereins die funktionstüchtige Remblinghauser Sägemühle und ließen so manches Kinderauge erstrahlen. 

Mühlentag in Remblinghausen

Aber nicht nur die geschichtlichen Rückblicke erfreute die Gäste des Mühlentages in der wunderschönen Landschaft. Zahlreiche Kreativstände, Holz- und Handwerkskunst, Korbwaren von Besenbinder Alfons Bange, Bienen und vieles mehr luden zum ausgiebigen Verweilen und Stöbern ein. Ein kühles Blondes, eine deftige Mantaplatte rot-weiß oder auch ein leckeres Stück selbstgemachten Kuchen zwischendurch zur Stärkung rundeten den deutschen Mühlentag ab, der traditionell mit dem Festhochamt und der Fahrzeugsegnung am Kulturdenkmal startete.

Oldtimer begeistern die Besucher auf dem Landhof Grewen Mühle in Calle

Kulinarische Höhepunkte wurden auch rund um den Landhof Grewen Mühle in Calle geboten. Selbstgemachte Marmeladen, Gelees und Liköre zum Probieren, Wundertüten mit genähten Kleinigkeiten oder auch die eindrucksvolle Demonstration des Bürstenhandwerks rundeten das mannigfaltige Angebot ab. Auch die Gaumenfreuden wurden in der Grewen Mühle aufs Feinst verwöhnt. Kulinarische Köstlichkeiten vom Grill, deftige Erbsensuppe mit frisch gebackenem Steinofenbrot oder Flammkuchen, ein süßes Stück hausgemachten Kuchen oder eine kalte Cola bei den sommerlichen Temperaturen, ließen den Mühlentag zu einem besonderen Erlebnis werden.

Idyllisch in Calle gelegen öffnet der Landhof Grewen Mühle traditionell zum Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag seine Pforten für alle Besucher.

Denn auch in Calle fanden sich zahlreiche Besucher von nah und fern ein, um die Grewen Mühle als gut erhaltenes technisches Denkmal zu bewundern, gemütlich mit Freunden in der Sonne zu sitzen oder auch das ein oder andere frisch gezapfte Bierchen zu trinken. Zahlreiche Vorführungen in der voll funktionsfähigen Sägemühle, die erstmalig im Jahre 1313 urkundlich erwähnt wurde, begeisterte Groß und Klein und Jung und Alt gleichermaßen. Anfangs als Getreidemühle genutzt, gehörte die Mühle zu einer Hofanlage des Grafen Wilhelm von Arnsberg bis sie in den Besitz des Kölner Erzbischof überging. Später als Sägemühle genutzt, wurde sie anschließend als Zeitzeugnis unter Denkmalschutz gestellt. Aber nicht nur das alte Kulturdenkmal trug dazu bei, den Mühlentag zu einem Erlebnistag werden zu lassen. Zahlreiche Oldtimer-Traktoren, Oldtimer-Fahrzeuge sowie die historische Feuerwehr Arnsberg erfreuten so manches Auge.

Mühlentag in Calle 

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