Wenn aus „Seehnsucht“ Realität wird

Arbeiten am H1 am See sind in vollem Gange – Eröffnung am 1. Mai

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Es wächst und gedeiht: Das Ausflugslokal H1 am See auf der Halbinsel Hentenberg am südlichen Ende der Badebucht nimmt konkrete Gestalt an.

Meschede. Während draußen in idyllischer Kulisse auf dem ruhigen Wasser des Hennesees eine Entenfamilie dahingleitet, um neugierig ihre „neue Nachbarschaft“ zu erkunden, geht es drinnen deutlich geschäftiger und wuseliger zu. Es wird gehobelt, geschreinert und geschliffen. Funken fliegen und ab und zu erklingt in der Geräuschkulisse leise die Melodie eines singenden Trockenbauers. Inmitten dieser Baustelle stehen André Wiese und Felix von Heydebrand und betrachten mit leuchtenden Augen das bunte Treiben um sie herum. „So ist das also, wenn ein Lebenstraum wahr wird“, sagt André Wiese freudestrahlend. Dieser „Lebenstraum“ ist das Ausflugslokal „H1 am See“, das mit besonderem Ausblick und exquisiter Erlebnisgastronomie ab 1. Mai die Besucher aus nah und fern nach Meschede locken soll.

Angesichts der vielen Arbeiten, die sowohl im Innen- als auch im Außenbereich noch zu erledigen sind, ein durchaus ehrgeiziges Ziel. „Aber wir bleiben ambitioniert“, betont Felix von Heydebrand, stellvertretender Geschäftsführer des H1. Auch Geschäftsführer André Wiese wirkt entschlossen. "Der Countdown läuft – noch 38 Tage bis zur Eröffnung. Wir liegen aber voll im Zeitplan. Die größte Herausforderung ist aktuell zweifellos das Wetter“, erklärt der 35-Jährige. Und das zeigt sich seit Tagen unerbittlich: Aufgrund von Bodenfrost und winterlichen Temperaturen konnten bisher weder Wasser- noch Stromleitungen verlegt werden. 

Für die beiden gelernten Veranstaltungskaufmänner kein Grund zur Sorge – schließlich läuft sonst alles reibungslos. Die Homepage www.h1amsee.de ist am heutigen Freitag online gegangen und auch der gesamte Bau auf einer Grundstücksfläche von 3.500 Quadratmetern schreitet sichtbar voran. Die Holzfassaden und das gewölbte Flachdach sind mittlerweile schon von Weitem zu erkennen und bilden keinen Stilbruch mit der Natur – ganz im Gegenteil. „Wir haben bewusst auf einen unschönen Betonklotz verzichtet und wollten das Gebäude sehr naturbelassen gestalten. So findet sich unter anderem das Holz der bei der Rodung gefällten Lerchen in der Gebäudestruktur wieder“, verdeutlicht André Wiese. 

Abenteuerspielplatz und Tretbootverleih

André Wiese (l.) und Felix von Heydebrand genießen einen Vorgeschmack vom Blick von der Terrasse auf den See.

 Darüber freut sich nicht zuletzt die Haselmaus. Der kleine Nager hatte im Februar 2017 für eine bauliche Verzögerung gesorgt, als ein Gutachten Bissspuren des als gefährdet eingestuften Tieres an Sträuchern in der Umgebung nachgewiesen hatte (SauerlandKurier berichtete). Nun wird bei der Aufforstung rund um das Gebäude in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde ein neues Refugium für das possierliche Tierchen angelegt. 

Doch auch der Mensch wird in der Umgebung des H1 auf seine Kosten kommen. Neben hauseigenen Parkplätzen, die Dank der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (WFG) direkt von der Bundesstraße 55 zu erreichen sind, wird es noch in diesem Sommer einen Abenteuerspielplatz und einen Tretbootverleih geben. Für die Badesaison 2019 ist dann ein eigener Kiosk geplant. „Der Abenteuerspielplatz soll dann sukzessive um mehrere Spielgeräte erweitert werden. Und, ganz wichtig für alle Eltern: Er ist von der Terrasse des H1 aus sehr gut einsehbar. Es braucht sich also niemand Sorgen um seine Kinder machen“, erläutert Felix von Heydebrand. 

Gastronomiebereich als Herzstück

Herzstück des Ausflugslokals bleibt aber natürlich der Gastronomiebereich, der sich im Innenraum auf rund 800 Quadratmeter erstreckt und in einen Event- und einen Tagesgastronomiebereich aufgeteilt ist. Im Tagesgastronomiebereich stehen 90 Sitzplätze zur Verfügung, hinzu kommen 200 Plätze auf der Terrasse. Der Eventbereich eignet sich für Geburtstage, Familien- und Weihnachtsfeiern, Hochzeiten und Firmenveranstaltungen aller Art. „Wir sind an den Wochenenden bis Ende des Jahres bereits so gut wie ausgebucht. Selbst eine Hochzeit für 2019 und sogar eine Kommunionfeier für 2021 wurden schon bei uns reserviert“, freut sich André Wiese. 

Den Vorschusslorbeeren möchte das 15-köpfige Team des H1 neben gutem Service vor allem auch mit exzellentem Essen und einer besonderen Speisekarte gerecht werden. Dabei verzichtet man bewusst auf Pizza und Pasta (von Heydebrand: „Das können die italienischen Restaurants in der Mescheder Innenstadt einfach besser“) und setzt auf regionale und vor allem frische Küche. 

"Unser Ziel ist es, dass schon der Besuch zum Erlebnis wird"

Fisch steht – die Nähe zum Hennesee bietet es an – dabei ebenso ganz oben auf der Agenda sowie Salate der Saison. Zudem wird es eine große Auswahl an Burgern geben und eine eigene Konditorin verwöhnt den süßen Zahn. Mit hausgemachtem Eistee und einer großen Auswahl an Craft-Bieren ist auch für die entsprechenden Durstlöscher gesorgt. Ein eigener H1-Shop rundet die Produktpalette ab. Hier wird es nicht nur Produkte wie den H1-Müslibox oder ausgewählte Weine geben, sondern auch Präsentkörbe und Merchandising-Artikel. Morgens um 9 Uhr geht es täglich (außer sonntags, da um 10 Uhr) mit einem Frühstücksbuffet inklusive kleiner Frühstückskarte los, gegen Mittag wird eine reichhaltige Speisekarte geboten und auf Kaffee und Kuchen am Nachmittag folgt eine exquisite Abendkarte. Sonntags bis donnerstags wird das Lokal bis Mitternacht geöffnet sein, freitags und samstags ist das Ende offen. Schließlich soll das H1 mit dem einzigartigen Blick auf den Hennesee zum Treffpunkt aller Generationen werden. 

„Unser Ziel ist es, dass schon der Besuch zum Erlebnis wird. Wir wissen, dass die Erwartungshaltung sehr groß ist und werden alles dafür tun, dieser auch gerecht zu werden. Mit dem H1 wollen wir keine Konkurrenz schaffen, sondern den Standort Hennesee und damit Meschede als Region attraktiver machen“ betont André Wiese. Ab 1. Mai können er und sein Team beweisen, ob sie ihr selbstgewähltes Motto „Seehnsucht Sauerland“ auch wirklich mit Leben füllen können.

Endspurt für die Arbeiten am H1

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