„Empört euch!“: Theater-Projekt probt in Eversberg

Aufstand der Jungen Wilden

Mit vollem Körpereinsatz proben die Zwölf Schauspieler im Alter von 17 bis 36 Jahren im Rahmen des Theaterstücks „Empört euch!“ den Aufstand auf der Bühne. Foto: Metten

Eine dramatische Kostprobe aus dem neuen Projekt des Teatron Theater Arnsberg erlebten die Zuschauer am vergangenen Sonntagnachmittag in Markes Haus in Eversberg.

Zwölf Schauspieler im Alter von 17 bis 36 Jahren aus Arnsberg, Neheim und Menden stellten sich unter dem Motto „Empört euch!“ einem interessierten Publikum.

Unter der Leitung von Regisseur Yehuda Almagor und seinem professionellen Team mit Manuel Quero (Tanz und Choreographie), Silas Eifler (Musik) sowie Ursula Almagor (Dramaturgie) entwickelten die jungen Darsteller seit April ein eigenes Theaterstück, das vor Energie und Kraft nur so strotzt.

In ihrem Stück „Junge Wilde“ haben die jungen Schauspieler, die teilweise bereits über Bühnenerfahrung verfügen, ihre Wünsche, Träume, Ideen, Gefühle sowie Kritik an der Gesellschaft und am Leben kreativ und individuell umgesetzt.

Inspiriert durch den 94-jährigen Stéphane Hessel, einem ehemaligen Resistancekämpfer in Frankreich sowie späteren Sekretär der UN-Menschenrechtskomission, und seinem Essay „Empört euch“, entwickelten die jungen Schauspieler unter Anleitung ein Theaterstück mit eigenen Texten, das Visionen aufzeigt, zum Nachdenken anregt, aufrüttelt und gesellschaftliche Konventionen in Frage stellt.

„Warum soll ich die Hausaufgaben machen? Warum müssen meine Haare ordentlich zu einem Zopf gebunden sein? Warum verwehrt mir die Gesellschaft meine Träume? Warum darf ich nicht Theater spielen, soll stattdessen etwas Anständiges und Ordentliches lernen?“ sind nur einige der Fragen, die im Stück aufgeworfen werden.

Stark, kraftvoll und engagiert haben die jungen Schauspieler unter der Leitung von Yehuda Almagor ein Theaterstück entwickelt, welches aufzeigt, dass Empörung eine der Grundvoraussetzungen ist, um gesellschaftlich etwas zu bewegen. Kreative Ausdrucksformen wie Musik, Tanz und Malerei dienten dabei neben der Schauspielkunst als zusätzliches Sprachrohr, um ihre Visionen, ihre Zukunftsängste und Träume gekonnt in Szenen zu setzen.

„Junge Wilde“ ist ein Theaterstück, das Raum bietet für Kritik, Fragen, Träume und Wünsche; ein Kaleidoskop von all dem, was junge Menschen beschäftigt, bewegt und inspiriert. Die Premiere des Theaterstücks findet am Freitag, 11. September, in der Kultur Schmiede Arnsberg statt, ebenso zwei weitere Vorstellungen am 12. und 13. September, jeweils um 20 Uhr.

Karten gibt es bereits in den Stadtbüros Arnsberg unter % 0 29 31 / 8 93 11 43. (Von Claudia Metten, meschede@sauerlandkurier.de)

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