Wiederbelebung für Kultur und Einzelhandel

Aus dem Lockdown in den Aufschwung: Meschede will mit lokalem Konjunkturpaket durchstarten

Schnüren ein gemeinsames Paket für die Wiederbelebung der Kreis- und Hochschulstadt nach dem Corona-Lockdown: (v.l.) Peter Schulte, Lisa Machulla, Marcos Kopf, Christina Wolff, Franz-Philipp Kersting (alle Stadtmarketing Meschede), André Wiese (Werbegemeinschaft Meschede Aktiv) und Bürgermeister Christoph Weber.
+
Schnüren ein gemeinsames Paket für die Wiederbelebung der Kreis- und Hochschulstadt nach dem Corona-Lockdown: (v.l.) Peter Schulte, Lisa Machulla, Marcos Kopf, Christina Wolff, Franz-Philipp Kersting (alle Stadtmarketing Meschede), André Wiese (Werbegemeinschaft Meschede Aktiv) und Bürgermeister Christoph Weber.

Kultur, Kreativität, Kaufkraft – diese drei großen K´s stehen in der Kreis- und Hochschulstadt ab sofort verstärkt im Fokus. Um eine erfolgreiche Wiederbelebung der Veranstaltungsszene und gleichzeitige Stärkung des lokalen Einzelhandels nach dem Corona-Lockdown zu ermöglichen, setzt die Stadt Meschede zudem auf zwei weitere große K´s: Kohle aus dem Konjunkturpaket.

Meschede – In Meschede tut sich was: Mit Verabschiedung des Doppelhaushalts 2021/2022 hat der Stadtrat ein Sonderbudget in Höhe von 150.000 Euro als lokales Konjunkturpaket freigegeben. Insgesamt 50.000 Euro sollen davon an Vereine ausgeschüttet werden, die finanzielle Schäden aufgrund der Corona-Pandemie erlitten haben. Die anderen 100.000 Euro dienen zur projektbezogenen Unterstützung von Gastronomie und Einzelhandel sowie zur Belebung der Kreis- und Hochschulstadt.

„Die Vorgabe war ein Konzept zu erstellen wie Vereine, Gastronomie und Handel unterstützt werden können. Das Stadtmarketing hat ein fertiges Konzept vorgestellt, das einstimmig in der Politik durchgegangen ist“, so Meschedes Bürgermeister Christoph Weber während der Vorstellung des neuen Stärkungspakts im H1 am Hennesee.

Ziel des kommunalen Konjunkturpaketes von Stadtmarketing, Werbegemeinschaft „Meschede aktiv“ und Politik ist es, die Innenstadt zu beleben, die Zukunftsfähigkeit der Vereine herzustellen und den Einzelhandel sowie die Gastronomie zu unterstützen.

Vereine sollen unterstützt und gestärkt werden

„Die Vereine sollen unterstützt und gestärkt werden. Mit neuen Angeboten soll die Stadt erlebbar gemacht werden. Es soll Anlässe geben, um sich dort zu treffen. Mit dem Sonderbudget werden neue Impulse umgesetzt“, erklärte Christina Wolf, Geschäftsführerin Stadtmarketing Meschede, die Intention des Stärkungspakts.

Oberstes Ziel soll es sein, die Lust auf den Besuch der Stadt zu wecken als auch die zahlreichen Angebote der lokalen Akteure und Vereine zu nutzen. Peter Schulte, Vorsitzender vom Stadtmarketing, lobte dahingehend die exzellente Zusammenarbeit der zuständigen Akteure und der Stadt Meschede, die das Konjunkturpaket gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Um das Vereinsleben im Stadtgebiet gezielt zu stärken und neue Mitglieder zu generieren, sieht der Stärkungspakt Meschede daher mit dem Sonderbudget „Starke Vereine“ eine zukunftsgerichtete und projektbezogene Förderung in Höhe einer Maximalsumme von 5.000 Euro vor.

 Wir investieren in die Zukunft und schauen nicht auf die Vergangenheit.

Bürgermeister Christoph Weber

„Die Vereine konnten aufgrund der Pandemie eineinhalb Jahre kaum Aktionen durchführen. Daher ist die Idee aufgekommen, die Eigenanteile aus den Förderprogrammen zu übernehmen. Wir investieren in die Zukunft und schauen nicht auf die Vergangenheit“, ergänzte Christoph Weber. „Das Sonderbudget kann dabei keine coronabedingten Schäden auffangen. Dafür gibt es die entsprechenden Unterstützungsstrukturen.“

Ab sofort können Vereine und Institutionen ihre ausführliche Projektbegründung beim Stadtmarketing einreichen. Dabei muss ein lokaler Bezug zur Stadt Meschede gegeben sein. Die erste Bewerbungsphase endet am 31. Juli. Solange Mittel im Sonderbudget „Starke Vereine“ vorhanden sind, können Bewerbungen maximal bis zum 30. September 2022 abgegeben werden.

Im Hinblick auf eine starke Stadt mit starken Stadteilen und Ortschaften sollen ab dem 19. Juni kleine und größere Veranstaltungen durchgeführt werden. Das Hauptaugenmerk soll dabei auf dem zu stärkenden Samstag liegen, damit Einwohner und Touristen die Chance haben, das vielfältige und kunterbunte Angebot für sich zu entdecken.

Kulturelle Wiederbelebung

„Ohne Kultur fühlt man sich nicht wohl. Daher lädt die Stadt jeden Samstag zu tollen Aktionen und Kulturveranstaltungen ein. In der Zeit von 11 bis 16 Uhr ist darum auch das Parken frei. Familien sollen gerne nach Meschede kommen“, so Marcos Kopf vom Vorstand des Stadtmarketings Meschede. Dabei stehen samstags Angebote wie der internationale Tag mit Spezialitäten aus aller Welt, die beliebte Oldtimerausfahrt, der Maxispaß für Minis oder das Streettfoodfestival genauso auf der Agenda wie ein kreativer Kinonachmittag mit Klavier.

Das auf zwei Jahre ausgerichtete Konzept, von der Wiedereröffnung bis September/Oktober 2021 sowie im Sommer 2022, soll Jung und Alt, Groß und Klein gleichermaßen begeistern und verfolgt zudem das Ziel, die Kaufkraft vor Ort zu binden und möglichst wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen zu unterstützen, um so langfristige Effekte für die Stadt Meschede zu erzielen. Die starken Netzwerke der Werbegemeinschaft „Meschede aktiv“ und der „Interessensgemeinschaft Mescheder Wirtschaft“ dienen dabei als Ankerpunkte.

„Es soll interessant sein, wieder in die Stadt zu kommen und Zeit in der Innenstadt zu verbringen, statt in den beiden Naturparks. Die Gewerbetreibenden sollen samstags immer die Möglichkeit haben, länger öffnen zu können“, so der Mescheder Bürgermeister. Mit Hilfe der Übernahme der Stand- und Pagodengebühren soll zudem die lokale Gastronomie bei der Teilnahme an imageträchtigen Veranstaltungen unterstützt werden, so z.B. als erste Alternative die Standgebühr beim Innenstadtdinner 2022 zu übernehmen.

Gastrogutscheinheft geplant

Als weitere Marketingaktion ist ein Mescheder Gastrogutscheinheft geplant, wobei Stempel in den teilnehmenden Lokalitäten pro Besuch gesammelt werden sollen. Ab fünf Stempel erhält der Kunde einen Gastrogutschein in Höhe von 20 Euro. Um das Nachleben in Meschede zu stärken soll zudem die Kneipenaktion #aufeinbierinmeschede als zusätzliches Belohnungssystem für einen begrenzten Zeitraum ergänzt werden. Hiefür wird von den beteiligten Kneipiers ein Sammelsystem eingeführt, welches die Kunden für den lokalen Genuss belohnt.

„Die 100.000 Euro sind ein Segen, um der Branche auf die Füße zu helfen. In Zeiten der Pandemie ist Gemeinschaft wichtiger denn je. Die geballte Umsetzung funktioniert nur zusammen, um so den Einzelhandel und die Gastronomie zu stärken“, so André Wiese, Vorsitzender der Werbegemeinschaft „Meschede aktiv“.

Bonusaktion des Stadtmarketings

Die Bonusaktion „Stadtmarketing verschenkt 20.000 Euro“ – 10.000 Euro jetzt und 10.000 Euro im Herbst – soll dem Mescheder Handel und der Gastronomie wieder auf die Beine helfen. Auf den Gutscheinkauf gibt es zusätzliche 20 Prozent solange der Vorrat reicht. Der Kunde wird so vor Ort für seinen Kaufkrafteinsatz belohnt und die teilnehmenden Betriebe profitieren unmittelbar von dem Umsatzplus.

Zur verstärkten Sichtbarkeit sollen zudem in Meschede Videos mit lokalen Angeboten gedreht und ein 360 Grad Stadtrundgang generiert werden. Die Marketingkampagne #verliebtinMeschede sowie Liegestühle als Werbeträger sollen an unterschiedlichsten Plätzen in der Stadt und den Ortschaften zum Chillen Einladen und für mehr Aufenthaltsqualität sorgen. Ergänzend dazu gibt es Boxen mit regionalen Produkten im Wert von 25 bzw. 50 Euro bei der Touristinformation Meschede zu kaufen.

Eingesetzt werden die 100.000 Euro der Kampagne „Starke Stadt(teile) wie folgt: 44 Prozent für Veranstaltungen, 22 Prozent für Kaufanreizaktionen, 14 Prozent zur Schaffung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und 20 Prozent für Vermarktungsaktivitäten. „Das ist ein umfassendes Projekt mit politischem Stempel und klarem Ziel. Ich bin optimistisch mit klar nach vorn gerichtetem Blick“, so Weber abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare