Historischer Atlas über Grevenstein präsentiert

Ausflug in die Geschichte

Präsentierten den historischen Atlas: Dr. Wilfried Ehbrecht, Susanne Veltins, Prof. Dr. Wilfried Reininghaus und Ortsvorsteher Kunibert Schmalohr (v.l.). Foto: Andre Sonntag

Unter dem Titel „Historischer Atlas Westfälischer Städte“ wird seit Januar 2014 eine Publikationsreihe am Institut für vergleichende Städtegeschichte zusammen mit der Historischen Kommission für Westfalen herausgegeben.

Darin werden auf der Grundlage neuester Forschungsergebnisse Ortsentwicklungen vergleichbar gemacht und durch Karten, Schriftquellen, Ansichten, Fotografien und andere historische Dokumente dargestellt. Die ersten Werke behandeln die Städte Eversberg, Grevenstein, Olfen und Westerholt.

Zur Präsentation in Grevenstein traf man sich in der vergangenen Woche, um das Ergebnis der Bevölkerung vorzustellen. Ortsvorsteher, Kunibert Schmalohr, freute sich über die vielen interessierten Bürger bei der offiziellen Präsentation in der Grevensteiner Schützenhalle.

„Es ist interessant zu sehen, dass in diesem Atlas historische Ereignisse vorgestellt werden, die noch gar nicht bekannt waren“, sagt der Ortvorstehe, dessen besonderer Gruß Dr. Wilfried Ehbrecht und Prof. Dr. Wilfried Reininghaus galt, mit Stolz. Dr. Wilfried Ehbrecht gab im Anschluss an die Begrüßung einen kurzen Überblick über die neuesten Erkenntnisse zur Ortschaft. Auf die Frage nach der genauen Gründung Grevensteins musste allerdings auch Ehbrecht passen, der aber die Jahre um 1320 als für sehr wahrscheinlich einschätzt. „Bei lückenhaften Archiven, wie man sie auch in Grevenstein vorfindet, ist eine Rekonstruktion anhand von Karten äußerst schwierig und teilweise auch mutig“, so Ehbrecht, der aber trotzdem einige interessante Ergebnisse vorstellen konnte.

Unter anderem wird von einigen Überraschungen berichtet, die den Grevensteiner Geistlichen Pastor Josef Becker betreffen, als dieser sich ein Laboratorium einrichtete und verschiedene Metalle untersuchte. Grund dafür war der Bergbau, der seit frühester Zeit zum Leben in Grevenstein dazugehörte. Aus diesem Grund ist man auch der festen Überzeugung, dass Grevenstein zwar keine eigentliche Hansestadt war, jedoch im Hanseverbund Geschäfte tätigte. Im weiteren Verlauf der Geschichte ist vor allem die Entwicklung der Brauerei Veltins von zentraler Bedeutung für Grevenstein. Weitere Atlanten, die in naher Zukunft erscheinen werden, beschäftigen sich mit Ramsdorf, Gütersloh und Soest.

Herausgegeben werden die Atlanten im „Aktentaschenformat“ von Cornelia Kneppe und Mechthild Siekmann. Das Werk über Grevenstein ist ab sofort zum Preis von 32,80 Euro beim Ardey-Verlag in Münster erhältlich. (Von Andre Sonntag, meschede@sauerlandkurier.de)

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