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„Auszeichnung gibt mir Mut“: Ruderin Alexandra Föster peilt Olympische Spiele in Paris an

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Von: Daniela Weber

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Meschede Rudern
Sieg im Einer: Bei der U23-WM im vergangenen Jahr holte sich das Mescheder Nachwuchstalent Alexandra Föster die Goldmedaille. © Detlev Seyb

Sie gilt als eines der größten Talente des deutschen Rudersports – Alexandra Föster vom RC Meschede. Kurz vor Weihnachten gab es für die 19-Jährige eine besondere Auszeichnung: Sie wurde bei den Felix-Awards, mit denen das Land Nordrhein-Westfalen, der Landessportbund NRW und die Sportstiftung NRW den Spitzensport und herausragende Persönlichkeiten würdigen, zur „Newcomerin des Jahres“ gekürt.

Meschede - Im Gespräch mit SauerlandKurier-Redakteurin Daniela Weber sprach das Mescheder Nachwuchstalent über die gewonnene Auszeichnung, das vergangene Jahr und ihre Ziele für die Zukunft. 

Das Jahr 2021 war ein Wechselbad der Gefühle für Sie: Es gab Rückschläge wie Ihre Coronainfektion im Frühjahr und die verpasste Teilnahme an den Olympischen Spielen auf der einen Seite, aber auch Erfolge wie der U23-Weltmeistertitel auf der anderen Seite. Wie beurteilen Sie rückblickend das vergangene Jahr?

Insgesamt war das Jahr 2021 für mich ein gutes Jahr. Es gibt immer Dinge, die nicht optimal laufen. Ich hatte das Glück, dass die Olympiaqualifikation nicht schon seit Jahren mein Ziel war, sondern erst im März 2021 konkret wurde.

Aber enttäuscht waren Sie doch bestimmt trotzdem oder?

Die Enttäuschung war zwar groß, aber für mich ist nicht die ganze Welt zusammengebrochen. Mit der U23-Weltmeisterschaft im Sommer hatte ich danach auch wieder direkt ein neues Ziel.

Bei der U23-Weltmeisterschaft haben Sie Gold im Einer geholt. Wie verlief die Vorbereitung?

Zur Vorbereitung auf den Wettkampf war ich in einem vierwöchigen Trainingslager in Ratzeburg.

Wie hoch war der Erwartungsdruck an Sie?

Die Erwartungen von außerhalb waren schon relativ hoch. Dass ich dann gewonnen habe, war eine unglaubliche Erleichterung und tat mir persönlich nach der verpassten Olympia-Quali sehr gut

Neben der Goldmedaille haben Sie noch einen weiteren großen Erfolg im Jahr 2021 verzeichnet: Sie sind bei den Felix-Awards als „Newcomerin des Jahres“ ausgezeichnet worden. Was waren Ihre ersten Gedanken, als Sie gewonnen hatten?

Ich glaube sinngemäß „Krass, wie ist das denn passiert?“ Ich hatte nämlich wirklich nicht damit gerechnet, dass ich die Wahl gewinne, und habe mich umso mehr gefreut.

Wie wichtig ist die Auszeichnung für Sie?

Die Auszeichnung gibt mir Mut, dass mein Start im A-Bereich nicht nur ein Ausflug war, sondern ich genau das dieses Jahr wiederholen kann und meinen Platz dort festige.

Sie sind mit gerade einmal 19 Jahren im A-Bereich angekommen. Wie sind Sie denn überhaupt zum Rudersport gekommen?

Ich bin durch meinen Trainer zum Rudern gekommen. Der ist nämlich auch ein Nachbar von mir und hat mich damals auf unserem Straßenfest dazu überredet, das Rudern mal auszuprobieren.

Hätten Sie sich zu Beginn Ihrer sportlichen Laufbahn jemals erträumt, einmal sportlich so erfolgreich zu sein?

Nein. Als ich angefangen habe, da hab ich gar nicht an Wettkämpfe gedacht. 

Nicht nur sportlich sondern auch privat haben Sie klare Ziele vor Augen: Wie bekommen Sie das straffe sportliche Programm und Ihr Studium der Elektrotechnik an der FH Südwestfalen unter einen Hut?

So genau weiß ich das auch nicht. Meine Trainingszeiten sind gut an die Termine des Studiums angepasst. Ich versuche möglichst wenig ausfallen zu lassen, damit Ich nicht abgehängt werde.

Bleibt denn zwischendurch Zeit zum Entspannen?

Leider bleibt viel zu wenig Zeit zum Erholen. Manchmal backe ich, wenn ich Zeit hab

Ein Blick in die Zukunft: Das neue Jahr hat begonnen. Welche sportlichen Ziele haben Sie?

In diesem Jahr möchte ich mich zunächst für den Einer für die Weltmeisterschaft im Elitebereich qualifizieren. Wenn das klappt, möchte ich dort natürlich auch gut abschneiden. Längerfristig peile ich die Olympischen Spiele 2024 in Paris an.

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