Gemeinsam gegen Blutkrebs

"Barmer Charity Tour" macht Halt in Meschede 

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Mit ihren Rennrädern und Trikots gaben die 80 Bonner Radfahrer auf dem Hennedamm ein imposantes Bild ab.

Meschede. Alle 15 Minuten erhält ein Patient in Deutschland die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs. Mit einer aufsehenerregenden Charity Tour, die am Samstag auch am Mescheder Hennesee Station machte, haben einige engagierte Radfahrer jetzt auf die Thematik aufmerksam gemacht und gemeinsam Spenden für den Kampf gegen die heimtückische Krankheit gesammelt.

Insgesamt 80 Aktive vom Radtreff Campus Bonn e.V. (RCB) waren am frühen Morgen in Bonn gestartet, um kräftig in die Pedale zu treten und auf ihrer 360 Kilometer langen Fahrt von Bonn nach Meschede und zurück Spendengelder für Menschen zu sammeln, die an Leukämie erkrankt sind. Auf den letzten Kilometern ab Eslohe wurden die Radsportler von Stadtkämmerer Jürgen Bartholme, Bürgermeister Christoph Weber und Marcel Spork, Sales Manager SKS, auf dem Rennrad begleitet.

"Patenschaft für rund 450 Spender"

„Der Erlös der zweitägigen Tour kommt ganz dem Kampf gegen Blutkrebs zugute“, erklärte Helmut Thillmann, erster Vorsitzender RCB und Organisationsleiter der Tour. „Der RCB kann mit dieser inzwischen neunten Charity Tour die Patenschaften für rund 450 Spender übernehmen. Wir erregen mit der Aktion Aufmerksamkeit für die DKMS und tragen so dazu bei Menschenleben zu retten.“


„Die Suche nach einem passenden Spender ist für Patienten schwierig und oft ein Wettlauf um Leben und Tod. Nur wenn die Gewebemerkmale nahezu vollständig passen, hat eine Knochenmark- oder Blutstammzellspende Erfolg. Etwa 70 Prozent aller Betroffenen sind auf Spender außerhalb der Verwandtschaft angewiesen. Die Barmer unterstützt die Charity-Tour, damit sich möglichst viele Menschen gegen Leukämie engagieren und als Spender erfassen lassen“, so Ralf Andersen, Regionalgeschäftsführer der Krankenkasse Barmer, die die Tour unterstützt.

"Ein lobenswerter Einsatz"

Auch Meschedes stellvertretender Bürgermeister Martin Eickelmann lobte den Einsatz der Radfahrer: „Die Radtour ist wichtig, sie fällt in der Öffentlichkeit auf. Dadurch können sich Menschen typisieren lassen und die DKMS kann die Forschung auf dem Gebiet der Blutkrebsbekämpfung vorantreiben. Sie alle sehen nicht nur zu, sie tun etwas, indem sie Geld mit dem Rad sammeln. Das ist ein lobenswerter Einsatz getreu dem Motto ,Wir kämpfen gegen Blutkrebs´. Durch Leute wie sie kommt man dem Ziel ein Stück näher, den Krebs zu besiegen.“ 

Über 20.000 Euro kamen durch Startgelder und Spenden zusammen, die zum Abschluss der Tour offiziell am Sonntag auf dem Bonner Marktplatz übergeben wurden. „Dieses Jahr haben wir damit die 100.000 Euro Gesamtspendensumme überschritten“, freute sich Helmut Thillmann über den grandiosen Erfolg.

Das ist die DKMS: 

  • Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben hat.
  • Sie ist außer in Deutschland auch in den USA, in Polen, Spanien und in UK aktiv. Gemeinsam haben sie mehr als 7,3 Millionen Lebensspender registriert und die DKMS zu einer weltweit bedeutenden Organisation im Kampf gegen Blutkrebs gemacht.
  • Über 600 DKMS-Mitarbeiter aus mehr als 20 Nationen setzen sich täglich dafür ein, jedem Blutkrebspatienten eine zweite Lebenschance zu ermöglichen.

Weitere Infos zur DKMS und zur Registrierung als Stammzellspender finden sich auf www.dkms.de.

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