Schadstoffhaltiger Ziegel- und Backsteinschutt

Illegale Entsorgung an Mülldeponie: Stadt lobt Belohnung für Hinweise aus

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Bislang unbekannte Täter haben vor der Zufahrt der Boden- und Bauschuttdeponie Stesse rund anderhalb bis zwei Tonnen Ziegel- und Backsteinschutt entsorgt. Die Stadt Meschede setzt eine Belohnung von 200 Euro für Hinweise aus, die zum Täter führen.

Wennemen/Stesse - Dreister Fall von illegaler Müllentsorgung an der Boden- und Bauschuttdeponie Meschede-Stesse: Bislang unbekannte Täter haben vor der Zufahrt der Deponie rund anderthalb bis zwei Tonnen Ziegel- und Backsteinschutt entsorgt.

Der Abfall stammt offenbar von einem Schornstein, Räucherofen oder Kamin, wie die Stadt Meschede in einer Pressemitteilung berichtet. Durch die schadstoffhaltigen Rußablagerungen an den Steinen müssten die Abfälle nun aufwändig entsorgt werden. Die Kreis- und Hochschulstadt Meschede hat für Hinweise, die zu dem Täter - oder den Tätern - führen, eine Belohnung von 200 Euro ausgesetzt.

Die Abfälle müssen nach Angaben der Stadt in der Zeit vom späten Samstagnachmittag (10. August) bis zum frühen Montagmorgen (12. August) neben der Zufahrt zur Deponie, die vom heimischen Unternehmen Sauer & Sommer betrieben wird, abgekippt worden sein. Neben der illegalen Müllentsorgung sei für die Betroffenen die Tatsache besonders ärgerlich, dass aufgrund der Schadstoffbelastungen durch die Rußanhaftungen diese Abfälle noch nicht einmal auf der Bauschuttdeponie Stesse entsorgt werden dürfen. "Zuständig wäre in diesem Fall die Zentrale Reststoffdeponie in Frielinghausen", erklärt die Stadt.

"Illegale Müllkippe ist kein Kavaliersdelikt"

Doch auch hier wäre es nur ein geringer Eurobetrag gewesen, der für die umweltgerechte und legale Entsorgung dieser Abfälle fällig geworden wäre. So werde der Vorfall nun zu einer Ordnungswidrigkeit. "Sollte der Verursacher ermittelt werden, kommen auf ihn in jedem Fall ein empfindliches Bußgeld sowie ein Betrag von mehreren hundert Euro für die Kosten zu, die für die nachträgliche und sachgerechte Entsorgung der Abfälle anfallen", heißt es von der Stadt. Je nach Art der abgelagerten Stoffe könne illegale Müllentsorgung sogar als Straftat verfolgt werden.

Die Kreis- und Hochschulstadt Meschede unterstreiche damit, dass eine "illegale Müllkippe" keineswegs ein Kavaliersdelikt sei. Neben den möglichen Folgen für die Umwelt belasteten solche Fälle auch den Gebührenhaushalt: Die Kosten für die sachgerechte Entsorgung müssten auf diese Weise auf alle Gebührenzahler im Stadtgebiet umgelegt werden.

Stadt nimmt Hinweise entgegen

Deshalb nehme die Stadtverwaltung Fälle von illegaler Müllentsorgung auch nicht einfach hin: "Für Hinweise, die zum Verursacher oder zu den Verursachern führen, ist eine Belohnung von 200 Euro ausgesetzt. Auch Beobachtungen von Abbrucharbeiten an Schornsteinen, Kaminen oder Öfen können dabei grundsätzlich von Interesse sein", heißt es. Hinweise nimmt die Stadt Meschede unter Tel. 0291/205-0 entgegen.

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