Jeweils 300 Euro Preisgeld

Diese Dörfer haben Zukunft: Berge & Grevenstein gewinnen Wettbewerb auf Stadtebene

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Zufrieden und stolz nahmen die Vertreter der beiden Wettbewerbssieger Berge und Grevenstein die jeweils 300 Euro Preisgeld aus den Händen von Bürgermeister Christoph Weber (r.) entgegen.

Meschede. Strahlende Gesichter gab es am Mittwochabend bei den Vertretern der Ortschaften Berge und Grevenstein im Mescheder Rathaus: Schließlich konnten sich beide Dörfer den Sieg beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Stadtebene sichern und durften sich über je 300 Euro Preisgeld freuen.

Bei dem Wettbewerb geht es um weit mehr als nur um Blumenschmuck, gepflegte Grünanlagen oder besenreine Straßen. Es geht um nachhaltige Konzepte, etwa, wie ein Dorf für Jung und Alt attraktiver gemacht wird oder wie dem demografischen Wandel entgegengewirkt werden kann – schlicht und ergreifend um die Frage: Haben unsere Dörfer Zukunft?

Die Antwort auf diese Fragen gab Meschedes Bürgermeister Christoph Weber ganz klar: „Diese Frage kann mit klarem Blick nach vorne gerichtet mit Ja beantwortet werden. Ein großer Dank an alle Teilnehmer, die sich mit viel Engagement dem Dorfwettbewerb gestellt haben. Das war eine informative Geschichte in der Fülle der Ortschaften.“ Insgesamt sechs Dörfer im Stadtgebiet Meschede hatten am Wettbewerb teilgenommen und sich mit viel Tatendrang und Engagement hervorgehoben. Berge, Calle und Wallen, Grevenstein, Visbeck sowie Wennemen zeigten vorbildlich anhand von vielen Beispielen, wie positiv sich ein Ort weiterentwickeln kann beziehungsweise neue Anreize gesetzt wurden.

Diese erfreulichen Anblicke erlebte am Mittwoch ein zehnköpfiges Juryteam, das in der Zeit von 9 bis 17 Uhr alle Ortschaften mithilfe eines Bewertungskataloges einstufte. Wennemen hob sich beispielsweise durch das enorme ehrenamtliche Engagement des Friedhofsverein hervor, Berge durch den kreativen und aktiven Dorfverein, der 8.000 Quadratmeter Grünfläche verschönerte und demnächst über einen Bienenlehrpfad verfügt.

"Es gibt knallharte Vorgaben"

Auch Berges "Riese WOLO" war begeistert vom Stadtsieg im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" und ließ nach Rückkehr der Berger Delegation von der Preisverkündung im Jüppkenpark die Korken knallen.

Der Dorfgemeinschaftsverein Grevenstein, der erst vor 18 Monaten so richtig durchgestartet ist, punktete hingegen durch den Vikarie-Garten. Aus dem Raster, bedingt durch seine Größe, fiel wiederum das kleine Dörfchen Visbeck. Der Kommission gefiel jedoch, wie dort Moderne und Historie miteinander verbunden sind. Die beiden Ortschaften Calle und Wallen, die getrennt angetreten waren, hoben sich durch die vielen gemeinsamen Spiel- und Sportmöglichkeiten besonders auf dem Sportplatz hervor.

Den Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewannen letztendlich Berge und Grevenstein. Beide Dörfer erreichten 75 Punkte. „Es gibt knallharte Vorgaben. Bewertet wurden unter anderem die Kategorien Konzeption und Umsetzung, Entwicklung und Initiativen, soziales und kuluturelles Leben oder auch die Baugestaltung. Berge hatte hier als Klassiker eine ganz andere Ausgangssituation, hat kontinuierlich weiter an seinen Themen gearbeitet. Grevenstein punktete ganz stark mit seinem Durchstarten in den letzten 18 Monaten“, so Bürgermeister Weber.

Die nächste Herausforderung steht fürdie beiden Siegerdörfer nun mit der Teilnahme am Kreiswettbewerb (voraussichtlich im September) bevor. Den dritten Platz beim diesjährigen Stadtwettbewerb belegte Wennemen, Platz vier teilten sich Calle und Wallen, da sie gemeinsam die Ortschaften durch Projekte vorantreiben. Den Sonderpreis gab es für Visbeck, da der Ort aufgrund seiner Gegebenheiten durch das Bewertungsraster fiel.

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