Bewegung auf "Baustellen"

Zum Weihnachtsgeschäft des laufenden Jahres soll das 'Meschede Center' Realität werden.

Mit der Weiternutzung der früheren Hertie-Flächen und der Honsel-Insolvenz hat die Stadt Meschede zwei große Problemfelder, die gelöst werden müssen. In beiden Fällen gibt es nun Bewegung.

Optimimus in Sachen des leer stehenden Kaufhauses verbreitete IMW-Vorsitzender Volker Arens bereits am vergangenen Freitag beim Jahresempfang der Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft und der Stadt Meschede. Es zeichne sich ab, so Arens, dass zum Weihnachtsgeschäft dem Kaufhaus "neues modernes Leben" eingehaucht werde.

In die Verhandlungen zwischen der britischen Finanzgruppe "Dawnay Day" als Eigentümer des Gebäudes und dem Investor Hubert Bövingloh aus Münster ist zum Jahresbeginn neuer Schwung gekommen. "Es läuft alles positiv", bestätigte Bövingloh. Er zeigte sich optimistisch, dass es in den nächsten vier bis sechs Wochen zu einer Einigung kommt. "Die Eröffnung zum Weihnachtsgeschäft sollte dann klappen", so der Investor.

Ist die Einigung perfekt, sollen die Umbaumaßnahmen zügig begonnen werden. Nach dem Erwerb ist ein Kaufhaus mit acht Geschäften unter einem Dach geplant - das "Meschede Center".

Dazu zählen ein Supermarkt sowie Geschäfte mit Bekleidung, Schuhen sowie Drogerie- und Elektronikartikeln. Das Gebäude soll umgebaut und um eine Glasfassade an der Front ergänzt werden.

Die Stadt hat währenddessen ihre "Hausaufgaben" gemacht. "Die Änderung des Bebauungsplans läuft und auch der Bauantrag beim Kreis wird begleitet", so Jörg Fröhling, Pressesprecher der Stadt Meschede.

Positive Signale werden auch von dem zweiten "Sorgenkind" Honsel gesendet. Das Insolvenzverfahren nimmt nach Unternehmensangaben einen guten Verlauf.

Honsel: "Anzeichen für gute Lösung"

Demnach haben eine ganze Reihe an Investoren ihr Interesse an einem Einstieg beim Automobilzulieferer angemeldet. Insolvenzverwalter Dr. Frank Kebekus hat diesen Kreis zu Jahresbeginn in einer sogenannten "Short-List" mit den besten Angeboten gefiltert. Begleitet wird das Insolvenzverfahren vom Aufschwung in der Automobilkonjunktur, von dem auch Honsel mit einer guten Auslastung profitiert, was die Verhandlungen zusätzlich begünstigen könnte. Und so gibt sich Dr. Christian P. Eick, Sprecher von Honsel, optimistisch: "Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass im zweiten Quartal eine gute Lösung für das Unternehmen und die Mitarbeiter gefunden wird", auch wenn man den Tag nicht vor dem Abend loben solle.

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