„Wettbewerb der Ideen“

Bieterverfahren für frühere Franz-Stahlmecke-Schule in Meschede startet

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Wettbewerb der Ideen startet: Die Stadt Meschede führt für das Areal der früheren Franz-Stahlmecke-Schule ein zweistufiges Bieterverfahren durch.

Meschede – Jede Menge Raum für Chancen und gute Ideen: Die Kreis- und Hochschulstadt Meschede führt für das gesamte, rund 10.200 Quadratmeter große Grundstück der ehemaligen Franz-Stahlmecke-Schule ein so genanntes „zweistufiges Bieterverfahren“ durch. Das Ziel: Eine städtebaulich sinnvolle und tragfähige Nutzung des Areals zu erreichen – und einen wirtschaftlichen Verkaufspreis für die Stadtkasse zu erzielen.

Hintergrund: Seit dem Schuljahresende 2013 wird die Franz-Stahlmecke-Schule nicht mehr für schulische Zwecke genutzt. Von 2015 bis zum Jahresende 2018 dann hatte die Bezirksregierung Arnsberg das Gebäude als so genannte „Zentrale Unterbringungseinheit“ (ZUE) für geflüchtete Menschen genutzt. Nach der Rückgabe an die Stadt Meschede zum Jahresbeginn 2019 soll nun die bereits früher formulierte Idee eines Bieterverfahrens zum Tragen kommen – „quasi als Wettbewerb der Ideen, wie die Fläche für die städtebauliche Entwicklung bestmöglich genutzt werden kann“, so Klaus Wahle, Leiter des Fachbereichs Planung und Bauordnung.

Interessierte haben nun in einem ersten Schritt bis spätestens zum 29. November 2019 Zeit, ihre Bewerbungen bei der Kreis- und Hochschulstadt Meschede einzureichen. In dieser Stufe werden zunächst nur allgemeine Anforderungen an die Bieter abgefragt – zum Beispiel die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit oder die Erfahrungen in der Entwicklung vergleichbarer Flächen. Geeignete Bewerber erhalten dann die Möglichkeit, anhand bestimmter Vorgaben einen städtebaulichen Entwurf sowie ein Kaufpreisangebot vorzulegen. Im weiteren Verfahren sollen Entwürfe und Konzepte weiter verfeinert werden, bis voraussichtlich im Mai 2020 der Stadtrat eine endgültige Auswahl-Entscheidung treffen könnte.

Nutzung im Einklang mit der Umgebung

Der Bezug auf das Gesamtgrundstück soll möglichen Interessenten dabei ein Höchstmaß an Flexibilität gewährleisten, betont Klaus Wahle. Dabei könnte der noch vorhandene Gebäudebestand genutzt werden – aber auch der vollständige oder teilweise Abriss der Bebauung und eine Umnutzung des Geländes sind möglich. Wichtig: Eine künftige Nutzung muss zudem im Einklang mit der Umgebung stehen – „deshalb kommen bei einer Neukonzeption des Geländes nur solche Nutzungen in Frage, die baurechtlich in einem Allgemeinen Wohngebiet zulässig sind“, betont Klaus Wahle. So sollte die Baumasse im östlichen Teil des Areals auf höchstens zwei Vollgeschosse, eine offene Bauweise und Einzel- und Doppelhäuser beschränkt werden – das Umfeld mit Marien- und Elisabethstraße sei vor allem durch Einfamilienhäuser geprägt. Entlang der Straße „An Klocken Kapelle“ seien demgegenüber auch maximal drei Vollgeschosse denkbar.

Die Haupterschließung sollte von der Straße An Klocken Kapelle erfolgen; ebenso ist die Vorgabe, dass bisherige fußläufige Verbindungen über das Grundstück von Marienstraße und Elisabethstraße zur Straße An Klocken Kapelle sowie von dort über die Treppenanlage zur Gebkestraße möglichst erhalten bleiben. „Sie sind vor allem für Schüler sowie die Besucher der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und der Offenen Tür von Bedeutung“, unterstreicht Klaus Wahle.

Planungen und Konzepte, die von den Bietern vorgelegt werden, sollen im Rat vorgestellt werden. Die Bürgervertreter entscheiden dann, wer das beste Konzept erarbeitet hat.

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