Tara-Louise Wittwer startet mit Online-Mode-Tagebuch durch

Bloggerin mit Leib und Seele

Für die Fotos auf ihrem Blog steht Tara-Louise hauptsächlich selbst Modell. Foto: Tara Louise-Wittwer

Hat man früher noch in das gute alte Tagebuch geschrieben, um seine Gedanken festzuhalten, so bietet das Internet heutzutage ganz andere und direktere Mitteilungsmöglichkeiten.

Eine beliebte Form ist der sogenannte „Blog/Weblog“ (Wortkreuzung aus „World Wide Web“ und „Logbuch“). Tara-Louise Wittwer, 2004 ins Hochsauerland gezogen, hat im letzten Jahr einen ebensolchen Blog mit dem Themenschwerpunkt „Mode“ ins Leben gerufen und damit einen wahren Hype ausgelöst. Selbst bekannte Modezeitschriften sind mittlerweile auf die 22-Jährige aufmerksam geworden.

Auf www.taralouise.de präsentiert die gebürtige Elmshornerin seit April 2012 fast täglich ihren eigenen Stil, beleuchtet die neuesten Trends und gibt praktische Tipps für das eigene Outfit. „Meine Seite ist kein reiner Fashion-Blog, es geht nicht nur um allgemeinen Informationen zum Thema ,Mode´“, stellt die Bloggerin klar. Vielmehr lasse sie ihre Leser ein Stück weit an ihrem Leben und an ihrer Persönlichkeit teilhaben. „Man muss das Gefühl haben, die Person wirklich gut zu kennen, die hinter so einem Blog steht“.

Deshalb sei Authentizität auch ein wesentliches Kriterium ihres ,Online-Tagebuchs´. „Ich präsentiere nur die Mode, die mir selbst gefällt und die jeder tragen und sich vor allem jeder leisten kann. Denn es geht nicht darum, irgendwelchen Trends hinterherzujagen, sondern vielmehr darum, dass man sich in seinen Klamotten wohlfühlt“, erklärt Tara-Louise, die in der nicht-virtuellen Welt als Studentin an der Fern-Uni Hagen im Fach Kulturwissenschaften (Schwerpunkt Literatur) eingeschrieben ist.

„Es ist ein Ventil für alles“

Zudem beschäftigt sie sich seit vier Jahren intensiv mit Fotografie – beides hilft ihr beim Betreiben ihres Blogs. So achtet sie beim Aufnehmen von Fotos etwa auf Lichteinfall und Location, bei der späteren Bildbearbeitung auf Farbkomposition und Kontraste. Das führt zu einem professionellen Erscheinungsbild ihres Blogs, kostet aber auch viel Zeit. Mit Recherche und dem Einstellen und Aktualisieren der Inhalte investiere sie etwa sechs Stunden pro Tag in diese Arbeit, die für sie selbst viel mehr ist als nur ein Hobby. „Es ist ein Ventil für alles“, so die 22-Jährige. In Sachen Mode sei sie schon immer experimentierfreudig gewesen, allerdings habe sie lange gebraucht, bis sie ihren eigenen Stil gefunden habe. Vom düsteren Gothic-Look bis zum Punk war alles dabei. „Bis ich dann irgendwann entschieden habe: Jetzt wirst du Tussi“, blickt die Studentin schmunzelnd auf die Entdeckung ihres eigenen Stils zurück.

Und wie sieht der aus? „Generell bin ich sehr klassisch. Zu knallige Farben etwa sind überhaupt nicht meine Art. Wenn ich die tragen würden, würde meinen Lesern das sofort auffallen und unglaubwürdig wirken“. Deshalb verzichtet sie dann lieber auf manchen Trend.

Wie sie mit ihren Lesern und der eigenen Verantwortung umgeht und welche Ziele sie in der Zukunft verfolgt, lesen Sie auf ffi Seite 2. (Von Lars Lenneper, l.lenneper@sauerlandkurier.de)

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