Vielfältige Vorschläge

Bürger engagieren sich beim Mescheder Innenstadtkonzept

In der Planungswerkstatt gab es einen intensiven Austausch darüber, wie die Mescheder Innenstadt in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden kann. Foto: pesch partner architekten stadtplaner GmbH
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In der Planungswerkstatt gab es einen intensiven Austausch darüber, wie die Mescheder Innenstadt in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden kann.

Meschede. Von der Parkplatz-App bis zu Wasserspielen in der Fußgängerzone: So vielfältig sind die Vorschläge der Bürger, welche aus dem bisherigen Beteiligungsprozess zum Entwicklungskonzept Innenstadt hervorgegangen sind. Erste Zwischenergebnisse werden nun in einer Info-Veranstaltung am kommenden Dienstag, 30. Oktober, präsentiert.

Hintergrund: Die Stadt Meschede hatte die Bürger eingeladen, sich in die Weiterentwicklung des Konzeptes einzubringen – dabei hat sich gezeigt, dass neben der Planungswerkstatt vor allem auch über die Online-Beteiligung sehr viele Menschen erreicht werden konnten. Die Möglichkeit, Anregungen direkt online in einer Karte der Innenstadt zu platzieren oder bereits abgegebene Anregungen zu kommentieren, wurde genau 129-mal wahrgenommen. „Dieses Format war auch für uns als Stadtverwaltung eine Premiere“, zieht Stephan Rach vom Planungsamt ein positives Fazit, „ein zukünftiger Einsatz bei anderen Planungen ist durchaus wieder möglich.“

Nach Abschluss des Beteiligungsprozesses ging es für das beauftragte Büro Pesch & Partner aus Dortmund zunächst darum, die eingegangenen Stellungnahmen zu ordnen und auszuwerten. Insgesamt sind vielfältige Anregungen dabei – „sie zeigen, dass sich die Bürger sehr intensiv mit „ihrer“ Stadt auseinandersetzen“, freut sich Bürgermeister Christoph Weber. Auch wenn am Ende nicht alles in das Konzept einfließen kann, weil möglicherweise der unmittelbare Bezug zur Innenstadt fehlt oder es sich nur um sehr kleine Maßnahmen handelt, war es aus Sicht der Planer sehr hilfreich, ein solch breites Meinungsbild erhalten zu haben.

Vorstellung der Zwischenergebnisse am morgigen Dienstag

Nun müssen aus den gesammelten Erkenntnissen sinnvolle Projekte entwickelt werden. Das Büro aus Dortmund hat damit bereits begonnen, so dass erste Ergebnisse auf einer Informations-Veranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt werden können. Für bestimmte Bereiche werden dann auch schon skizzenhafte Entwürfe präsentiert. Stephan Rach weist jedoch darauf hin, dass es sich dabei erst einmal um die Illustration von Ideen handelt: „Es geht zunächst darum, grundsätzliche Lösungsansätze verständlich darzustellen. Eine konkrete Ausbauplanung ist darunter nicht zu verstehen.“ Die Zielsetzung für das weitere Verfahren sieht vor, dass das fertige Konzept in der Ratssitzung Mitte Dezember zur Beschlussfassung steht –und dann unter anderem als Grundlage für zukünftige Anträge auf Städtebauförderung dienen könnte.

Die Infoveranstaltung zur Vorstellung der Zwischenergebnisse findet am Dienstag, 30. Oktober, um 17 Uhr im Bürgerzentrum „Alte Synagoge“ statt und richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Stadtverwaltung und das Bürgerzentrum bitten darum, aufgrund der Baustelle am HeRuM, die begrenzten Parkmöglichkeiten in der Kampstraße zu berücksichtigen und andere Stellplätze zu nutzen.

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