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Dank an „Alltagshelden“: Sauerländer Unternehmen verteilt Gutscheine für lokale Geschäfte

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Von: Lars Lenneper

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Wollen mit ihrer Aktion für eine kleine Aufmerksamkeit in schwierigen Zeiten Sorgen: Das Team der LBS-Meschede um (v.l.) Peter Hoffe, Nicole Hammerschmidt, Celine Schulte Timo Reinert und Norbert Salmen.
Wollen mit ihrer Aktion für eine kleine Aufmerksamkeit in schwierigen Zeiten Sorgen: Das Team der LBS-Meschede um (v.l.) Peter Hoffe, Nicole Hammerschmidt, Celine Schulte Timo Reinert und Norbert Salmen. © Privat

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen – das dachte sich jetzt auch das fünfköpfige Team des LBS-Kundencenter in Meschede und ruft eine Aktion ins Leben, die gleichermaßen den lokalen Einzelhandel vor Ort stärken als auch als starkes Zeichen und Dankeschön an die Alltagshelden in der Corona-Krise wie Krankenschwestern oder Altenpfleger verstanden werden soll.

Meschede – So haben sich Peter Hoffe, Nicole Hammerschmidt, Celine Schulte Timo Reinert und Norbert Salmen gemeinsam dazu entschieden, das eigentlich alljährlich für Online- und Plakatwerbung zur Verfügung stehende Budget in die Anschaffung von kleinen Gutscheinen aus dem lokalen Einzelhandel zu investieren, welche von Mitarbeitern im Bereich des Gesundheitswesens und der Altenpflege genutzt werden können – kostenfrei und unkompliziert versteht sich.

Lediglich ein Nachweis über die entsprechende Tätigkeit in der Branche (Lohnabrechnung, Dienstausweis etc.) ist erforderlich, der Name wird nur notiert, um eventuelle Doppelungen nachhalten zu können. Ist dieser Nachweis erbracht, können die Berufstätigen einen der limitierten Gutscheine im Wert von 25 bis 30 Euro für acht lokale Betriebe von der Gastronomie über das Modehaus bis hin zum Friseur im Kundencenter in Meschede abholen.

Keine „Almosen“, sondern kleine Aufmerksamkeit

„Wir wissen, dass wir mit dieser Aktion keinen Laden retten und auch keine Insolvenz verhindern werden“, betont Bezirksleiter Peter Hoffe. Das Ganze wolle er auch bloß nicht als „Almosen“ verstanden wissen, sondern es sei vielmehr als kleine Aufmerksamkeit gedacht. Es gehe ihm und seinem Team darum, die Wertschätzung gegenüber denen zu spiegeln, die in der Corona-Krise an vorderster Front gefordert sind und zudem die Aufmerksamkeit auf die Sorgen und Nöte des lokalen Einzelhandels vor Ort zu lenken, so der gebürtige Freienohler. „Dort bangen Betriebe um ihre Existenz, Menschen stehen vor dem beruflichen und privaten Ruin. Auch wenn es etwas pathetisch klingen mag, aber wir hätten es einfach für extrem unangebracht gehalten und irgendwie auch ein schlechtes Gewissen gehabt, in diesen Zeiten an die sonst auch bei uns branchenübliche Selbstvermarktung zu denken.“

Es geht nicht immer nur ums Geld, auch wenn es bei uns eigentlich immer ums Geld geht.

Peter Hoffe, Bezirksleiter LBS Meschede

Neben dem Wunsch, dass andere möglicherweise diesem Beispiel folgen werden, erhofft sich der 44-Jährige auch, dass mit der Aktion der etwas angestaubte und eher zweckorientierte Ruf seiner Branche aufpoliert werde und man auch nach außen zeigen könne, dass auch bei den Mitarbeitern im Bausparkassen-/Finanzsektor durchaus das Menschliche und nicht immer nur die Zahlen im Vordergrund stehen könne. Mit einem Augenzwinkern sagt Hoffe: „Es geht nicht immer nur ums Geld, auch wenn es bei uns eigentlich immer ums Geld geht.“

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