Die Kirchen im Dorf lassen und fördern

Dekanat Hochsauerland-Mitte will die Gemeinden vor Ort stärken

Meschede. „Die dorfgebundene Identität der Gemeinden erhalten“, ist eines der Ziele, welches sich das Dekanat Hochsauerland-Mitte zukünftig gesetzt hat. Dabei ist die Übertragung von Verantwortung gegenüber der Pfarrgemeinderäte ein zentrales Thema.

„Man soll nicht bei allen Punkten erst um Erlaubnis fragen müssen, sondern den Menschen vor Ort vertrauen“, so Michael Kloppenburg, der hofft, im zweiten Halbjahr dieses Jahres mit Modellversuchen starten zu können. „Das Interesse und die Motivation in einigen Pfarrgemeinderäten ist groß, sich an diesen Modellversuchen zu beteiligen“, so der Dekanatsreferent weiter, der von Dechant Georg Schröder in seinen Ausführungen bestärkt wurde. 

Er stellte die Frage: „Wer gibt der Kirche im Dorf ein Gesicht?“ Die Antwort gab Kloppenburg selbst: „Dazu gehören viele Laien, die oftmals in der Kirche die letzte verbleibende Institution in der Struktur der Dörfer sehen“. 

Denn die Einbeziehung der Laien sei ein klarer Auftrag des Erzbistums Paderborn, welches in die Ausbildung auch die nötigen Ressourcen investieren wird und muss. Neu im Amt des Dekanatsreferenten für Jugend und Familie ist Christopher König. Dem Dekanatsreferenten ist es besonders wichtig, dass sich die Jugendlichen Gedanken über ihren eigenen Glauben machen – und das auch auf spielerischer Ebene. 

Material für Jugendgruppen 

„Wir haben viel Material, welches sich die Jugendgruppen bei uns ausleihen können. Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich dem Thema Glauben und Kirche zu nähern. Beispielsweise haben wir ein ‘Adventure-Set’ oder auch viele Medien wie DVDs. Es ist spannend, zum Beispiel gemeinsam ‘Herr der Ringe’ zu schauen und anschließend die Frage zu stellen: Woran glaube ich?“, erläuterte König einige Schwerpunkte seiner Arbeit, wozu auch die Firmvorbereitung zählt. 

„Junge Menschen müssen sich in Glaubensfragen austauschen können. Dieses wird unter anderem durch das Portal ‘feuerzeugen.net’ ermöglicht“, präsentierte der Sozialpädagoge die vielfältigen Möglichkeiten, die jederzeit genutzt werden können. Nachwuchssorgen im Bereich der Jugendarbeit gibt es vereinzelt natürlich immer wieder, aber einen regelrechten Trend sieht Christopher König nicht und verweist darauf: „Manchmal muss etwas zu Ende gehen, damit etwas Neues beginnen kann.“

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