SPD-Kandidat Jürgen Lipke stellt sein Wahlprogramm vor

„Der Richtige für Meschede“

Gemeinsam mit dem SPD-Fraktionsgeschäftsführer Kornelius Kuhlmann (li.) stellte Bürgermeisterkandidat Jürgen Lipke sein Wahlprogramm vor. Foto: Daniel Großert.

Langsam wird es ernst: bereits in drei Wochen wählt Meschede einen neuen Bürgermeister. Der Kandidat der SPD, Jürgen Lipke, stellte am vergangenen Donnerstag sein Programm vor, mit dem er die Bürger der Kreisstadt überzeugen will.

Die Entscheidung, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren, fällte Lipke nach reiflicher Überlegung: „Ich habe drei bis vier Jahre nachgedacht und immer meine Frau miteinbezogen“, berichtet das 54-jährige Oberhaupt einer siebenköpfigen Patchworkfamilie. In die neue Aufgabe wolle er vor allem seine langjährige Politikerfahrung, seine Führungsqualitäten und ein eingehendes Verwaltungswissen einbringen.

In Meschede sei es „Zeit für den Wechsel“. Bei einem Wahlsieg Lipkes würde die CDU ihre Mehrheit im Stadtrat verlieren. Und für den Freienohler sei es dann eine Herausforderung, sich immer wieder die Mehrheiten im Rat zu erarbeiten. Das wirke „befreiend und belebend für die Mescheder Politik“, meint Lipke. Unter dem Motto „Der Richtige für Meschede“ betreitet er seinen Wahlkpampf. Sollte der Polizeioberkommissar am 13. September gewählt werden, will er mit einem „internen Kassensturz“ in seine neue Aufgabe starten. Ausgaben und Einnahmen sollen auf den Prüfstand gestellt werden. Ganz wichtig ist Jürgen Lipke eine bessere Bürgerbeiteiligung an allen wichtigen Entscheidungen.

Am Herzen liegt dem 55-Jährigen nicht nur die Kernstadt: „Wir müssen die Aufbruchstimmung in den Dörfern mitnehmen.“ Außerdem will er Meschede als Wirtschaftsstandort weiter stärken. Neben der Ausweisung neuer Gewerbeflächen setzt er auch auf eine Inititative für Existenzgründer. Zudem plädiert der Sozialdemokrat für den Ganzjahrestourismus. Ebenfalls forciert Lipke eine schnelle Lösung in Bezug auf das Meschede-Center: „Ich möchte das Hertie-Gebäude entwickelt wissen.“

Einen Seitenhieb in Richtung seines Kontrahenten Christoph Weber konnte sich Lipke nicht verkneifen: „Ich habe keine Weber-Punkte, ich habe Themen.“

Jürgen Lipke ist in der Mescheder Politik kein Unbekannter: Seit 1998 sitzt er im Bezirksausschuss Freienohl, sechs Jahre später zog er zum ersten Mal in den Stadtrat ein. Dort ist er seit dem vergangenen Jahr auch Vorsitzender der SPD-Fraktion. (Von Daniel Großert, d.grossert@sauerlandkurier.de)

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